Artenvielfalt

Natürlich geht's ums Ganze.

Bioland-Bäuerinnen und -Bauern kümmern sich um krabbelnde, fliegende oder blühende Artenvielfalt und stützen so eine tragende Säule unseres Ökosystems. Unsere Weiden, Felder und Äcker sind auch Heimat für wilde Pflanzen und Tiere. Und wir tun viel dafür, dass die sich dort auch wohlfühlen.
Was Bio bewirkt, zeigt ein Vergleich: Auf einem Quadratmeter ökologisch bewirtschaftetem Feld befinden sich im Durchschnitt 277 Blüten. Auf der gleichen herbizid-behandelten Fläche nur bis zu drei geöffnete Blüten. Unsere ökologische Landwirtschaft ist eben auch aktiver Naturschutz.
Die Vielfalt auf dem Acker bringt uns auch die Vielfalt auf den Tisch. Dafür braucht's tierische Hilfe. Viele Insekten sorgen dafür, dass Blüten bestäubt werden. Andere helfen bei der Schädlingsregulierung. Da ist es nur fair, dass wir diese Nützlinge unterstützen. Durch blühende Äcker, üppige Blühstreifen und wilde Hecken finden sie ausreichend Nahrung. Unordnung ist da also an manchen Ecken ausdrücklich erwünscht.


"Wusstest du, dass es auf
Bio-Äckern bis zu 40 Prozent mehr
Regenwürmer als auf konventionellen
Feldern geben kann?"

Auf ihrem Weg durchs Erdreich wandeln sie organische Substanzen in wichtige Mineralstoffe um und lockern den Boden auf. Neben Regenwürmern gibt es noch viele weitere Nützlinge, die unsere Biobauern und -bäuerinnen als unscheinbare Helfer unterstützen.

Eine vielfältige Tierwelt liegt unseren Biobauern am Herzen. Viele von ihnen erhalten alte oder bedrohte Rassen, wie beispielsweise das Bentheimer Landschwein oder das Hinterwälder Rind aus dem Schwarzwald.

Bioland-Bauern und -Bäuerinnen erhalten die Artenvielfalt, indem sie ...

  • Nützlinge fördern und auf natürliche Schädlingsregulierung setzen
  • Unkräuter mit der Hand und mechanisch regulieren anstatt chemisch-synthetische Pestizide zu verwenden
  • mit ausgeklügelten Fruchtfolgen arbeiten
  • Blühstreifen am Ackerrand anlegen und Heckenpflanzen und pflegen
  • Grünland bewahren durch Weidehaltung von Nutztieren
  • die Anzahl der Tiere an die Fläche anpassen, um Nährstoffüberschuss zu vermeiden   
  • seltene Tierrassen halten, die an den Standort angepasst sind
  • alte Pflanzensorten anbauen

Bei uns bleibt es aber nicht beim bloßen Bekenntnis. Wir wollen etwas am System verändern. Deshalb hat Bioland sls erster deutscher Anbauverband eine eigene Richtlinie zur Förderung der Biodiversität auf den Betrieben eingeführt.

Natürlich setzen wir uns auch politisch für den Erhalt der Artenvielfalt ein und treten häufig an die Politik heran. Gemeinsam mit dem Deutschen Naturschutzring und vielen weiteren Umwelt-, Natur- und Tierschutzorganisationen haben wir klare Forderungen an die Politik formuliert.


ARTENVIELFALT ERHALTEN. ICH MACH MIT!

WILDTIERE WILLKOMMEN!

Gib Insekten, Igel und Co. ein Zuhause.

Altes Laub zum Überwintern für Igel, Nisthilfen für Insekten und Vögel – es braucht nicht viel, um Wildtieren im eigenen Garten einen Unterschlupf zu geben.  

DEIN EINKAUF ENTSCHEIDET!

Lass es dir saisonal und regional schmecken.

Erdbeeren schmecken am besten im Sommer, im Winter gibt’s knackigen Rosenkohl – saisonale Produkte schonen das Klima und die Umwelt.

DANKE FÜR DIE BLUMEN!

Bring dein Zuhause zum Blühen.

Gestalte deinen Garten oder Balkon so, dass blühende Pflanzen zu finden sind. Kräuter bereichern nicht nur deine Mahlzeiten, sondern auch die vieler Insekten.

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Kontakt

Sonja Degenhardt

Öffentlichkeitsarbeit und Verbraucheranfragen
Tel 06131 239 79 18
sonja.degenhardt@bioland.de
 

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