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Land- und Waldwirtschaft NRW in der Klimakatastrophe

Ein Kommentar zur Situation der Landwirtschaft in NRW von Jan Leifert, Vorsitzender der

Landesvereinigung Ökologischer Landbau NRW e.V

 

 

Auch wenn dieses Frühjahr feucht und kühl war: Die Landwirte in Deutschland wissen, dass auch hier Böden austrocknen, das Futter knapp wird. Tierzahlen werden reduziert – es gibt monatelang steppenartige Landschaften in NRW. Was wir aus fernen Ländern kennen, ist auch an Rhein und Weser mittlerweile Realität.

Wie schwierig die Herausforderungen der Branche aktuell sind, darauf verweist auch die Studie „Wie kann Nordrhein-Westfalen auf den 1,5-Grad-Pfad kommen?“, die im Auftrag Grünen Landtagsfraktion NRW durchgeführt und gestern vorgestellt wurde. Die Studie verweist auf das sogenannte „Trilemma“ der Landwirtschaft, welches den Spagat der Aufgaben von Nahrungsmittelproduktion, Arten- und Klimaschutz beschreibt.

Jan Leifert, Vorsitzender der Landesvereinigung Ökologischer Landbau NRW e.V., kommentiert:
„Die Auswirkungen des Klimawandels haben mit den historisch trockenen Sommern der letzten Jahre bereits zu Ernteeinbußen, Futtermittelknappheit und massiver Zerstörung der Wälder geführt. Die Entwicklung steht erst am Anfang. Entschiedene Handlungen sind notwendig - da sind sich führende Wissenschaftler einig. Deshalb mahnt und warnt die LVÖ als Verband biologisch wirtschaftender Betriebe in NRW eindringlich, den Klimaschutz nicht einfach nur als ein Thema der politischen Agenda, sondern als das eine wichtigste Anliegen für die Zukunft der Menschheit zu begreifen. Politischen Versprechen muss konsequentes Handeln folgen. Der Klimawandel bedroht die Existenz von Bäuerinnen und Bauern und damit die gesamte Lebensmittelproduktion. Es macht es uns fassungslos, wie ruhig wir als Menschheit vor der nahenden Katastrophe zu stehen scheinen. Vielleicht ist die Dimension zu gewaltig, um als einzelner die Auseinandersetzung zu wagen. Aber als Gesamtgesellschaft und die Politik als ihre Vertretung darf nicht mit zaghaften Schritten verzögern und verhindern, was vielleicht noch möglich ist: Ein Leben der Menschheit mit dem Klimawandel. Das geht aber nur, wenn der Wandel begrenzt wird.  Bei 1,5 Grad Erderwärmung muss Schluss sein."
Landwirtschaft spürt den Klimawandel sehr direkt. Der Anbau von Getreide, Gemüse und Obst ist genau wie die Haltung und Fütterung von Tieren abhängig von gemäßigten Wetterbedingungen. Niederschläge, Sonnenschein, Wind und Frost sind Grundlage des Wirtschaftens in der Land- und Forstwirtschaft. Auswirkungen von einzelnen Extremen können im Mittel der Ernten ausgeglichen werden, aber wenn dauerhafte und vielschichtige Extreme bestehen, droht massiver Ernteausfall. Allen voran die Trockenheit, aber auch Starkregen, Stürme und der Verlust von Insekten sind existenzielle Risiken für die Landwirtschaft und damit für die gesamte Menschheit.
 

Über die LVÖ NRW

Die Landesvereinigung Ökologischer Landbau NRW e.V. (LVÖ NRW) ist von den Landesverbänden Biokreis, Bioland, Demeter und Naturland in NRW 2014 gegründet worden. Sie vertritt die Interessen der Öko-Landwirte in NRW. Dies sind derzeit über 2.200 Bio-Landwirte mit 89.000 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche. Hinzu kommen über 1.000 Verarbeitungs- und Handelsunternehmen in NRW, die maßgebliche Umsätze mit ökologischen Lebensmitteln erwirtschaften.

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