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Der Bioland-Betrieb Haslachhof ist Sieger beim Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2024

Berlin. Der Bioland-Betrieb Haslachhof in Löffingen im Hochschwarzwald ist von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir mit dem Bundespreis Ökologischer Landbau 2024 ausgezeichnet worden. Der Minister überreichte dem Betriebsleiterpaar Eva und Wolfram Wiggert die Auszeichnung auf der diesjährigen Internationalen Grünen Woche in Berlin. 
 
Im Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau werden jedes Jahr drei Bio-Betriebe für besondere Betriebskonzepte und weitergehende Leistungen für den Ökolandbau und die Region ausgezeichnet. Der Preis ist mit 12.500 Euro pro Sieger-Betrieb dotiert. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 43 Bio-Betriebe beworben.
 
Jury lobt nachhaltige Ausrichtung
Die Jury stellte in ihrer Laudatio die besonders nachhaltig ausgerichtete Bewirtschaftung des Haslachhofs heraus, mit der zudem eine hohe Wertschöpfung erzielt wird. Durch die ständige Weiterentwicklung der Betriebszweige ist es Eva und Wolfram Wiggert nach Ansicht der Jury-Mitglieder gelungen, ihren Betrieb ökologisch und ökonomisch nachhaltig und resilient zu gestalten. Seit gut 20 Jahren wird der Haslachhof nach den strengen Richtlinien des Bioland-Verbandes bewirtschaftet.
 
Biogasanlage versorgt die Gemeinde
Der Haslachhof ist ein klassischer Gemischtbetrieb mit 470 Hektar Äcker und Wiesen. Das zentrale Standbein bildet eine Biogasanlage, die mit einer flexiblen Leistung von 2,6 Megawatt den Strombedarf von etwa 4.000 Einwohnern der nahegelegenen Stadt Löffingen deckt. Die Abwärme der Anlage wird zu 100 Prozent in das Nahwärmenetz der Stadt eingespeist. Das Substrat stammt zu über 90 Prozent von den eigenen Ackerflächen und setzt sich vor allem aus Luzerne-Kleegras, Wiesengras und dem Mist der eigenen Mutterkuhherde zusammen.
 
Ungewöhnliche Kulturen und Anbau im Gemenge
Im Ackerbau gehört ein dreijähriges Luzerne-Kleegras zu den wichtigsten Kulturen. Es wird als „Futter“ für die Biogasanlage und zur Optimierung der Bodenfruchtbarkeit genutzt. Neben verschiedenen Getreidearten setzt Wolfram Wiggert außerdem auf ungewöhnliche Kulturen wie Hirse, Buchweizen und Leindotter, weil sie besonders gut mit den zunehmend trockenen Bedingungen zurechtkommen. Viele Kulturen werden im Gemenge oder mit Untersaaten angebaut, wie etwa Getreide mit Klee. Das ermöglicht eine nahezu ganzjährige Begrünung der Flächen und schützt den Boden vor Erosion und Austrocknung. Die Düngung erfolgt mit den Gärresten der Biogasanlage. 
 
Artgerechte Rinderhaltung
Weiteres Standbein des Haslachhofs ist eine Rinderherde mit 90 Tieren der robusten Schwarzwaldrasse Hinterwälder. Die Tiere werden besonders artgerecht in einem offenen Stall mit großzügigem Auslaufbereich und hofnaher Weide gehalten. Gefüttert werden sie überwiegend mit Heu von den betriebseigenen Naturschutz-Flächen. Das Fleisch vermarktet der Betrieb komplett selbst über den eigenen Hofladen und an die lokale Gastronomie. Auch der Hanf, Leinsamen und die Quinoa aus eigenem Anbau werden auf dem Betrieb aufbereitet und im Hofladen verkauft. 
 
Engagement für den lokalen Naturschutz
Darüber hinaus setzt sich das Betriebsleiterpaar auch für den lokalen Umweltschutz ein. So wurde im Jahr 2019 ein Blühpatenprojekt zur Anlage von Blühstreifen und -flächen gestartet, an dem sich inzwischen 13 Unternehmen der Region beteiligen. Zudem ist der Haslachhof in ein Forschungsprojekt zur Förderung von Wildbienen eingebunden. 
 
Kontakt:
 
Haslachhof
Eva und Wolfram Wiggert
Hämmerleweg 24
79843 Löffingen
Tel.:   +49 (0) 07654 - 10 25
Mobil: +49 (0) 170 - 525 96 23
Mail:   info@haslachhof.de
www.haslachhof.de
 
Bioland Baden-Württemberg
Christoph Zimmer
Mail: presse-bw@bioland.de
Tel. 01511 7127732
 
Zum Bioland-Verband 
Bioland ist der bedeutendste Verband für ökologischen Landbau in Deutschland und Südtirol. Rund 10.000 Betriebe aus Erzeugung, Herstellung und Handel wirtschaften nach den Bioland-Richtlinien. Gemeinsam bilden sie eine Wertegemeinschaft zum Wohl von Mensch und Umwelt.  
 
Bild: v.l.n.r. Tina Andres (BÖLW),  Landwirtschaftsminister Cem Özdemir, Jakob, Eva und Wolfram Wiggert (Haslachhof), Janina Willrich (Bioland Baden-Württemberg), Sabine Kabath (Bioland e.V.). 
Bildnachweis: BMEL.

 

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