Gentechnik

Natürlich geht's auch ohne!

Wir arbeiten ohne Gentechnik! Bioland­-Bäuerinnen und -Bauern haben es sich zur Aufgabe gemacht, sorgsam mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen Boden, Wasser und Luft umzugehen. Die Gentechnik mit ihren unkontrollierbaren Risiken ist daher für uns tabu.

Im Ackerbau:

Bioland­-Bauern verwenden ausschließlich Saatgut, das nicht gentechnisch verändert ist.

In der Tierhaltung:

Bioland­-Bauern verfüttern ausschließlich Futter ohne Gentechnik. Bioland­-Futtermittelwerke verarbeiten ausschließlich Bio-­Futter. Damit schließen sie eine Vermischung mit konventionellen Rohstoffen aus.

In der Verarbeitung:

Bioland­Bäcker, ­Metzger, ­Brauer und alle anderen Bioland­Verarbeiter verwenden keine gentechnisch veränderten Rohstoffe und Hilfsmittel.
 

Nachhaltigkeit statt Risikotechnologie!

Nachhaltiges Wirtschaften ist das Grundprinzip unserer Bioland­-Bauern. Deshalb sind wir der Meinung: Landwirtschaft braucht keine Pflanzen, die beim Spritzen überleben, während alle anderen Pflanzen auf dem Acker vernichtet werden. Landwirtschaft braucht keine Pflanzen, deren Gift, Insekten – auch zahlreiche Nützlinge – tötet.  Und Landwirtschaft braucht auch keine Pflanzen, die traditionelle Nutzpflanzen verdrängen und Monokulturen fördern.

Der Einsatz von Gentechnik ist nicht mehr umkehrbar und hat Folgen für eine gesamte Region. Die Pollen der veränderten Pflanzen breiten sich über Wind oder Bienen mehrere kilometerweit aus und können sich dort mit natürlichen Pflanzen kreuzen. Das Nebeneinander von gentechnisch veränderten Pflanzen und einer gentechnikfreien Landwirtschaft ist in der Praxis nicht machbar. Landwirte und Verarbeiter, die gentechnikfrei arbeiten wollen, tragen bislang die Kosten für Kontrollen und Qualitätssicherung. So verteuert der Einsatz der Gentechnik den Preis für herkömmliche Lebensmittel. Landwirte und Verbraucher können nicht mehr frei wählen, wenn Saatgut, Pflanzen und Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Organismen verunreinigt sind.


Was sind gentechnisch veränderte Organismen?

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind Pflanzen oder Tiere, deren Erbgut manipuliert wurde. Dabei werden Gene von artfremden Organismen – zum Beispiel Bakterien – eingebaut, was auf natürliche Weise nicht möglich wäre. Wechselwirkungen mit anderen Genen sind nicht vorhersehbar, und das birgt unkalkulierbare Risiken.

Welche gentechnisch veränderten Pflanzen werden angebaut?

Bislang dominieren weltweit vier Kulturen im Anbau: Sojabohne, Mais, Baumwolle und Raps. 80 Prozent der weltweit angebauten gentechnisch veränderten Organismen (GVO) werden verfüttert. In Europa ist die gentechnisch veränderte Futter-Maissorte MOn810 zum Anbau zugelassen. Zahlreiche Länder haben den Anbau aber verboten.

Wer profitiert von der Agro-Gentechnik?

Weltweit beherrschen sechs Firmen den Markt für GVO­Saatgut. Die Firma Monsanto vermarktet 90 Prozent aller genmanipulierten Pflanzen. Die Macht über die Ernährung der Menschheit liegt in deren Händen, wenn GVO­Saatgut zum Standard wird. 75 Prozent der Verbraucher und Landwirte in Deutschland lehnen Agro­Gentechnik ab.

Was sind gentechnikfreie Regionen?

Der überwiegende Teil der Landwirte in Deutschland setzt bewusst gentechnikfreies Saatgut ein. In gentechnikfreien Regionen verpflichten sich biologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe vertraglich dazu, keine gentechnisch veränderten Pflanzen anzubauen. Mehr Infos dazu gibt es hier.


Gentechnik stoppen: Das kannst du tun

BEWUSST EINKAUFEN!

Greif in Zukunft zu Bio-Lebensmitteln.

Beim Einkaufen hast du es selbst in der Hand! Und zwar mit der Wahl der richtigen Produkte. Entscheide dich künftig für Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft. Dann bleibt dein Einkaufskorb gentechnikfrei.

DIE POLITIK FORDERN!

Wende dich an deinen Abgeordneten.

Du kannst die Politik beeinflussen! Fordere den Bundestagsabgeordneten deines Wahlkreises auf, sich für eine gentechnikfreie Landwirtschaft einzusetzen.

VOR ORT EINBRINGEN!

Setz dich aktiv für deine Region ein.

Im Standortregister kannst du prüfen, ob in deiner Nähe der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen geplant ist. Falls ja: Proteste vor Ort können helfen, die Aussaat zu verhindern. Unterstütze oder initiiere eine gentechnikfreie Region. 
Kontakt

Sonja Degenhardt

Öffentlichkeitsarbeit und Verbraucheranfragen
Tel 06131 239 79 18
sonja.degenhardt@bioland.de
 

PartnerErzeuger