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Tierhaltung
Ställe für Bruderhähne, die auf Bio-Höfen aufwachsen, muss man völlig anders kalkulieren als konventionelle Mastställe. Ein Internettool soll das leisten. (Foto: Landpixel)

Rechnen mit dem Bruderhahn

Bio-Betriebe, die Hennen, Broiler, Zweinutzungshühner oder Bruderhähne einstallen wollen, können nicht mit konventionellen Daten kalkulieren.

Bio-Eier und Bio-Geflügelfleisch sind bei Verbrauchern beliebt. Da scheint Bio-Bauern und-Bäuerinnen der Einstieg in die Bio-Hennenhaltung verlockend. Oder die Aufzucht von Bruderhähnen, für die derzeit Stallkapazitäten gesucht sind. So eine Entscheidung sollten Betriebsleiter:innen unbedingt auf der Basis einer Kalkulation treffen. Insbesondere für Die Berechnung für die Haltung von Zweinutzungshühnern und Bruderhähnen fällt es schwer, an belastbare Daten zu kommen.

Abhilfe will ein BÖLN-Projekt schaffen, das soeben gestartet ist. Unter Koordination des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) sollen praxisnahe Planungs- und Entscheidungshilfen für die ökologische Legehennen- und Masthühnerhaltung entstehen. Die Informationen sollen Bio-Betrieben in Form eines internetbasierten Werkzeugs zur Verfügung gestellt werden. Das KTBL wird unterstützt von erfahrenen Praxispartnern sowie von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen. In dem Projekt arbeitet auch die Bioland Beratung GmbH (BBG) mit, die aus dem Öko2Huhn-Projekt Daten von Bioland-Praxisbetrieben einspeisen kann.

Von der Öko-Verordnung bis zur Arbeitszeit
Im Projekt werden die aktuellen Vorgaben der geänderten EU-Öko-Verordnung berücksichtigt. Es entstehen Planungsdaten für die Baukosten der Betriebsgebäude und Anlage der Ausläufe sowie Daten zum jeweiligen Arbeitsbedarf unterschiedlicher Haltungsformen. Die Kriterien für die Bewertung sollen Ökonomie, Umwelt und Tierwohl gleichermaßen berücksichtigen. Zusätzlich werden auch soziale Aspekte einfließen, wie die Arbeitsbelastung auf dem Betrieb.

Über die neue Bioland-Bruderhahn-Richtlinie und die Vermarktung von Bruderhahnfleisch berichtete das bioland-Fachmagazin im Mai im Titelthema "Tierhaltung der Zukunft".

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert das dreijährige Projekt über das von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung durchgeführte Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) mit knapp 393.000 Euro.

 

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