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Pflanzenbau
Das Engagement für die ökologische Gemüsezüchtung samenfester Sorten wie dieser drei Zucchinisorten zahlt sich auch in internationaler Anerkennung aus: Auch in Südkorea schätzt man die Arbeit von Kultursaat und Bingenheimer Saatgut. (Foto: Bingenheimer Saatgut)

Internationale Anerkennung für Bio-Gemüsezüchter

Kultursaat und die Bingenheimer Saatgut haben den Wissenschaftspreis des Organic Farming Innovation Award (OFIA) erhalten

Um biologisch gezüchtete Gemüsesorten zu entwickeln und das Saatgut zu vermarkten, arbeiten die Bingenheimer Saatgut AG und Kultursaat e.V. zusammen. Für diese erfolgreiche Zusammenarbeit für den Öko-Gemüseanbau, der zuvor nahezu von Hybridsorten weniger Unternehmen abhängig war, erhielt das Netzwerk der beiden Unternehmen den Wissenschaftspreis OFIA. Die Jury war vom beispielgebenden Charakter überzeugt, mit dem das Netzwerk sich für professionelle ökologische Saatgutvermehrung und organisierte biologisch-dynamische Entwicklung neuer samenfester Sorten einsetzt.

Dieser Preis, dotiert mit 5.000 US-$, ist eine Initiative der Regierung der Republik Südkorea, die damit Problemlösungsansätze sowie Möglichkeiten zur Effektivitäts-, Effizienz- und Produktivitätssteigerung im Ökolandbau international bekannt macht. Dieser Preis wird alle drei Jahre in Zusammenarbeit mit Ifoam, dem Weltdachverband der Ökolandbaubewegungen ausgeschrieben.

Bingenheimer Saatgut und Kultursaat engagieren sich für freien Zugang zu Saatgut und Sorten sowie für samenfeste Gemüsesorten als kulturelles Erbe, lobt OFIA. Auf Kultursaat sind mehr als 100 offenblühende Gemüsesorten in Deutschland in der Sortenliste eingetragen und auch auf der EU-Sortenliste für Gemüse, jährlich werden in dem Netzwerk, in dem sich 30 Gemüse-Betriebe engagieren, acht neue Gemüsesorten entwickelt und zugelassen. „Diese internationale Anerkennung freut uns riesig und wir danken allen unseren Saatgutvermehrern, Züchtern, Unterstützern, Förderern und Freunden“, sagte Michael Fleck, Geschäftsführer bei Kultursaat e.V.  

Die beiden Initiatoren, Gebhard Rosmanith (Bingenheimer Saatgut) und Michael Fleck, haben frühzeitig erkannt, dass sie aktiv werden müssen, so OFIA in der Laudatio: „Wenn sie damals weitergemacht hätten wie bisher, wären die Probleme, die von der konventionellen Landwirtschaft ausgingen, einfach weiter gewachsen und würde Gemüseanbauer weltweit treffen. Darum arbeiten sie mit vereinten Kräften für ökologische Züchtung und Saatgutentwicklung.“

Für den Preis waren 180 Bewerbungen aus 60 Ländern bei der Ifoam eingegangen. Der Hauptpreis, dotiert mit 10.000 US-$, ging nach Indonesien an das Tani Organik Merapi (TOM), das den Ökolandbau in dem Land seit 2008 stark voranbringt. 

 

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