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Naturnah bewirtschaftete Karpfenteiche sind leicht auf bio umzustellen. (Foto: Landpixel)

Chancen für Teichwirte

Absatzförderung könnte Karpfen mitziehen

Teichwirte mit Karpfen in Bayern sollten sich überlegen, ob sie auf eine ökologische Karpfenproduktion umstellen. Das empfiehlt Dr. Martin Oberle, Fischexperte der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Denn mit dem bayerischen Öko-Aktionsplan soll auch die Nachfrage nach Bio-Erzeugnissen aus Bayern gefördert werden. In der Gemeinschaftsverpflegung und auch im Bio-Fachhandel sieht er mögliche Absatzwege.

Für die Bewirtschaftung von Karpfenteichen sei der Schritt bei der Umstellung auf bio nicht sehr groß, macht Oberle Mut. Viele Karpfenteiche werden extensiv bewirtschaftet. Regional gibt es Bio-Betriebe, die nur ihre Teichwirtschaft noch nicht ökozertifiziert haben. Aber der Fischexperte weiß auch: Eine Bio-Förderung für die Teichwirtschaft würde sicher einen zusätzlichen Impuls bringen. Darüber werde bereits diskutiert. Bislang sei eine Umstellungsförderung aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) möglich. Zumeist sei auch eine Kulap-Förderung möglich.

Höhere Kosten entstehen in der Produktion von Bio-Karpfen vor allem durch die geringere zulässige Besatzdichte, die teureren Besatztiere ökologischer Herkunft, Bio-Getreide als Futtermittel. Zusätzlich fallen Kosten für Kontrolle und Zertifizierung an, so kalkulierte Oberle einen notwendigen Preis von 4,50 Euro/kg lebend. Ob sich die Vorbereitung der Karpfen zum Verkauf lohnt, kann man mit einem Online-Tool der LfL berechnen.

Derzeit sei Bio-Karpfen noch ein Nischenmarkt und die Vermarktung erfordere große Anstrengungen. Doch in Österreich habe sich bereits vor einigen Jahren ein höherer Preis für Bio-Karpfen etabliert. Gegenüber Verbrauchern könne Karpfen als regionales und gesundes Produkt punkten.

 

 

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