Eier & Geflügel

Ob als Frühstücksei, im Kuchen oder in der Pfanne – Eier gehören für viele ganz selbstverständlich zu einer hochwertigen Ernährung im Alltag. Sie stecken voller Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffen und sind praktische Alleskönner in der Küche. Hier geht es um die Bioland-Eier und die Hennen, die sie legen – um ihre Haltung, ihr Futter und um ihre Brüder. Das Thema Masthähnchen findest du unter Fleisch & Wurst.

3 Gründe für Bioland-Eier

1. Tierwohl und natürliche Instinkte

Bioland-Hühner haben viel Platz im Stall und täglich Auslauf ins Freie. Sie können scharren, picken und sandbaden – ganz so, wie es ihrem natürlichen Verhalten entspricht. Das Kürzen der Schnäbel ist verboten, stattdessen sorgen Beschäftigungsmaterialien für Ausgeglichenheit. So leben die Tiere möglichst artgerecht und stressfrei – die beste Grundlage für gute Eier.

2. Bio-Futter aus der Region

Gefüttert wird ausschließlich mit hochwertigem Bio-Futter – angebaut ohne chemisch-synthetische Pestizide oder Gentechnik. Viele Bioland-Betriebe bauen das Futter selbst an oder beziehen es aus der Region. Damit bleiben die Kreisläufe geschlossen, Transportwege kurz und die Umweltbelastung gering.

3. Zukunftsfähige, ethische Tierhaltung

Bioland steht für Verantwortung – auch beim Thema Küken. Deshalb werden die Bruderhähne der Legehennen aufgezogen oder Zweinutzungshühner eingesetzt, die sowohl Eier legen als auch Fleisch liefern. So entsteht eine ausgeglichene und ethische Form der Hühnerhaltung.

Woher kommt mein Ei?

Der Code auf dem Ei zeigt, woher es stammt. Die erste Zahl steht für die Haltungsform: 0 = Bio, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung und 3 = Käfighaltung.

Danach folgen die Buchstaben des Herkunftslandes, z. B. DE für Deutschland, und zwei Ziffern für das Bundesland (z. B. 03 = Niedersachsen, 09 = Bayern).

Anschließend kennzeichnen vier Ziffern den landwirtschaftlichen Betrieb, die letzte sogar den Stall des Huhns – so lässt sich die Herkunft genau nachvollziehen.

Fakten am Rande

  • Eier sollten nicht feucht saubergewischt werden, damit die hauchdünne Cuticula über der Kalkschale nicht verletzt wird. Sie verhindert das Eindringen von Keimen.

  • Im Winter ist der Dotter von Bio-Eiern heller, weil die Hühner weniger frisches Grünfutter mit natürlichen farbgebenden Carotinoiden fressen.

  • Konventionelle Eier enthalten oft einen intensiv orange gefärbten Dotter, da dem Futter Farbstoffe zugesetzt werden. Das ist in der Bio-Landwirtschaft verboten.

Zwei Seiten eines Systems

Wer eine stabile und faire Geflügelwirtschaft will, muss mehr als nur das Ei betrachten. Denn mit jeder Legehenne gibt es auch Tiere, die nicht oder nicht mehr für die Eierproduktion genutzt werden: Nach der Legephase wird die Legehenne zur sogenannten Suppenhenne und zu jeder Legehenne gehört statistisch ein Bruderhahn. Beide sind untrennbar mit der Erzeugung von Eiern verbunden. Erfahren Sie hier, was es mit Bruderhähnen auf sich hat und wie Bioland damit umgeht.

Die Hand eines Kindes greift nach bunten, natürlich gefärbten Eiern, die in einem Farbverlaufskreis auf einem weißen Tuch angeordnet sind.
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