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EU-Behörde bestätigt Fortpflanzungsgefahr

Politik, Pflanzenbau11.06.26

Trifluoressigsäure ist reproduktionstoxisch, sagt die Europäische Chemikalienagentur. PFAS-Pestizide, die TFA freisetzen, erfüllen damit die Zulassungsvoraussetzungen nicht mehr.

A tractor-mounted sprayer releases a mist of liquid over a green agricultural field, with trees and a cloudy sky in the background.

Dutzende Pflanzenschutzmittel enthalten PFAS, sie sind nach der Behörden-Bewertung nun nicht mehr zulassungsfähig. (Foto: Imago)

Trifluoressigsäure (TFA) „kann das Kind im Mutterleib schädigen und vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen“. Zu dieser Einstufung kam nun das Risikobewertungskomitee der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA). Das PFAS-Abbauprodukt wird damit künftig als reproduktionstoxisch der Kategorie 1B geführt. In der Mai-Ausgabe berichtete das bioland-Fachmagazin zu der wachsenden unsichtbaren Gefahr vor allem durch Pflanzenschutzmittel und interviewte Studienautor und PAN-Germany-Toxikologe Dr. Peter Clausing. „Die ECHA-Einstufung bestätigt: TFA ist kein harmloses PFAS-Abbauprodukt“, begrüßt Clausing die „gründliche, objektive und unabhängige Einschätzung durch den RAC-Ausschuss“. PFAS-Pestizide, die TFA freisetzen, erfüllen damit die Zulassungsvoraussetzungen nicht mehr.

Grundlage für die Einstufung als fortpflanzungsschädigend waren Studien, in denen TFA bei Kaninchen schwere Fehlbildungen am Fötus und bei Ratten eine Abnahme der Spermienqualität und -zahl ausgelöst hat.

Weitere Infos bei PAN Germany

TFA reproduktionstoxisch: ECHA bestätigt Gefahr durch PFAS-Pestizide | Bioland e.V.