MVP: Ökolandbau als strategisches Instrument gegen Krisen priorisieren! 10-Punkte-Plan
Die Arbeitsgemeinschaft der ökologischen Anbauverbände Mecklenburg-Vorpommern fordert ein klares Bekenntnis zum Ökolandbau als strategischem Wirtschafts- und Zukunftsfaktor. Mit einem 10-Punkte-Plan haben die Verbände konkrete Empfehlungen für die Koalitionsverhandlungen vorgelegt.

Ökolandbau als strategischer Wirtschafts- und Zukunftsmotor! Foto Quelle Bioland, Sonja Herpich.
Die Arbeitsgemeinschaft der ökologischen Anbauverbände Mecklenburg-Vorpommern fordert von der künftigen Landesregierung ein klares Bekenntnis zum Ökolandbau als strategischem Wirtschafts- und Zukunftsfaktor. Mit einem 10-Punkte-Plan haben die Verbände konkrete Empfehlungen für die Koalitionsverhandlungen vorgelegt.
Der ökologische Landbau leistet einen wichtigen Beitrag zum Klima-, Arten- und Gewässerschutz und bietet zugleich wirtschaftliche Perspektiven für landwirtschaftliche Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern. Ökolandbau bremst die Inflation, schafft Arbeitsplätze und Innovationen, reduziert die Abhängigkeit von Öl und Gas, wirtschaftet in regionalen Kreisläufen und trägt somit wesentlich zur Resilienz der heimischen Wirtschaft bei. Das zahlt sich gerade in krisengeschüttelten Zeiten aus.
Damit dieses Potenzial ausgeschöpft werden kann, braucht es verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine langfristige Strategie für die ökologische Lebensmittelwirtschaft.
Im Mittelpunkt des von der AG vorgelegten 10-Punkte-Plans stehen insbesondere:
· die Absicherung der Ökolandbau-Förderung ab 2028 im Rahmen der neuen EU-Agrarpolitik,
· die gezielte Ausweitung ökologisch bewirtschafteter Flächen, insbesondere in Trink- und Wasserschutzgebieten,
· die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten durch Investitionen in Verarbeitung, Lagerung und Vermarktung,
· die Verbesserung der betrieblichen Nährstoffversorgung und geschlossener Kreislaufsysteme,
· die dauerhafte Sicherung von Beratung, Forschung und Wissenstransfer für Ökobetriebe,
· ein konsequenter Abbau von Bürokratie und Doppelkontrollen sowie
· eine Landvergabe, die die zunehmende Benachteiligung ökologisch wirtschaftender Betriebe umkehrt, ortsansässigen Landwirten konsequent Vorrang einräumt und Maßnahmen gegen außerlandwirtschaftlichen Aufkauf von Boden ergreift
Besonders wichtig ist eine verlässliche Sicherung der Ökolandbau-Flächenprämie in der kommenden GAP-Förderperiode, um einen Rückgang an Betrieben und Fläche zu verhindern.
Mit Blick auf die Regierungsbildung spricht sich die AG zudem dafür aus, Dr. Till Backhaus weiterhin als Minister für Landwirtschaft und Umwelt einzusetzen. Die Verbände verweisen auf die gute fachliche Zusammenarbeit der vergangenen Jahre sowie auf die Bedeutung erfahrener Vertreter für die anstehenden Verhandlungen zur künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik der EU.
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Mit einem 10-Punkte-Plan hat die Arbeitsgemeinschaft der Öko-Verbände konkrete Empfehlungen für die Koalitionsverhandlungen vorgelegt.
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