Soziale Landwirtschaft
Was ist das?
Soziale Landwirtschaft verbindet landwirtschaftliche Erzeugung mit sozialer und pädagogischer Arbeit.
Bioland-Höfe schaffen dabei Angebote für Menschen mit besonderen (sozialen) Bedürfnissen. Zu den Zielgruppen gehören unter anderem Menschen mit geistigen und psychischen Einschränkungen, Suchtkranke, Straffällige, Kinder und Jugendliche sowie Seniorinnen und Senioren. Dieser Betriebszweig schafft Wertschöpfung für Mensch, Natur und Betrieb.

Ob Hofführung, für Workshops oder einen Besuch im Hofladen mit Bistro: Ein Besuch bei der Biotal Hofgemeinschaft lohnt sich. Hier lässt sich Bio-Landwirtschaft hautnah erleben. Zur Website.
Wie wird Soziale Landwirtschaft gut integriert?
Bioland-Betriebe bieten dabei ganz verschiedene und vielfältige Angebote im Bereich der Soziale Landwirtschaft auf den Höfen an.
Bauernhofpädagogik als Teil der Sozialen Landwirtschaft
Auf dem Biohof Öx in der Nähe von Kassel ist Bauernhofpädagogik gelebter Alltag. Unter der Anleitung von Bauernhofpädagogin Sally erleben Kinder, Familien und Erwachsene Landwirtschaft direkt vor Ort – nicht aus Büchern, sondern durch eigenes Tun und Ausprobieren.
Soziale Landwirtschaft in der Praxis
Die Soziale Landwirtschaft schafft Begegnung und dadurch vielfältige Mehrwerte, nicht zuletzt finanzielle für den Betrieb.
Dessen Wertschöpfung nimmt zu, da Angebote für Menschen mit besonderen Bedürfnissen auf dem Hof integriert werden. Das können Praktikums-, Ausbildungs- und sinnvolle Arbeitsplätze sein. Es können Angebote zu verschiedenen Wohnformen sein, temporär oder langfristig. Manche Betriebe bieten Betreuungsmöglichkeiten für Gruppen oder Einzelpersonen an. Andere wiederum gründen einen Bauernhofkindergarten. Auch qualifizieren sich Landwirtinnen und Lanwirte in der therapeutischen Arbeit mit Menschen und Bauernhoftieren, der Tiergestützten Intervention (TGI).
Diese Angebote können sich je nach Schwerpunkt an Erwachsene, Kinder, Jugendliche oder Senioren richten. Die Personen können von körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen oder Krankheiten betroffen sein. Generell lässt sich festhalten, dass es sich um Menschen mit einem Unterstützungsbedarf handelt. Bei Jüngeren in der Entwicklung, bei Älteren in der Erhaltung, bei Jugendlichen und Erwachsenen in Bezug auf die Selbstständigkeit.

Wie fange ich als interessierter Betrieb an?
Grundvoraussetzung für die Eignung sind die folgenden Faktoren: Herzblut und eine Vision, und Freude am Kontakt mit Menschen. Zudem braucht es ausreichend Arbeitskraft für den neuen Betriebszweig, eine stabile wirtschaftliche Ausgangssituation sowie die Zustimmung aller Beteiligten am Hof.
Interessierte können die Bioland-Fachberatung Soziale Landwirtschaft kontaktieren. Diese unterstützt, den eigenen Weg von der Vision, über die Entwicklung bis zur Umsetzung der Sozialen Landwirtschaft auf dem eigenen Betrieb zu gehen. Dabei wird darauf geachtet, dass das geplante Angebot zum Betrieb passt, wirtschaftlich stabil ist und ein zukunftsträchtiger neuer Betriebszweig entsteht.

