Biodiversität auf der Streuobstwiese

Eine vierköpfige Familie geht durch Streuobstwiese , umgeben von grünem Gras und von der Sonne beschienenen Bäumen in voller Blüte.

Lisa und Lorenz Stöckl mit Familie; Bio Streuobst-Hof Stöckl


Vielfalt auf wilden Wiesen

„Wer an morgen denkt, pflanzt heute einen Baum.“ Marianne und Georg Stöckl taten genau das vor rund 30 Jahren und legten damit den Grundstein für einen Hof, der heute weit mehr ist als Obstbau. Seit 26 Jahren ist die Familie Teil von Bioland, verbunden durch ein gemeinsames Werteverständnis: nachhaltig, verantwortungsvoll und mit Blick auf kommende Generationen zu wirtschaften. So pflegen und bewirtschaften bei den Stöckls die Generationen gemeinsam die Flächen, ernten das Obst und verarbeiten einen Großteil davon in der hofeigenen Mosterei zu Saft.

Wir haben nachgefragt bei Lisa und Lorenz Stöckl, warum Streuobstwiesen echte Hotspots der Biodiversität sind – und wie man Vielfalt auf ihren „wilden Wiesen“ hautnah erleben kann.

Was macht ihr für Insekten und die Biodiversität?

Lorenz Stöckl: „Streuobstwiesen sind echte Helden der Biodiversität! Da die Bäume mit großen Abständen auf der Wiese stehen, haben sie ausreichend Platz, um in die Höhe und Breite zu wachsen. Gerade diese offene Struktur macht Streuobstwiesen so wertvoll für viele verschiedene Tierarten. Wir verzichten komplett auf Spritzmittel und fördern so ein natürliches Gleichgewicht. Unsere Wiesen werden nur zweimal im Jahr gemäht, damit Wildblumen blühen können und Insekten über lange Zeit Nahrung finden. So entsteht ein artenreicher Lebensraum für Tausende Tier- und Pflanzenarten.

Blühende Bäume mit weißen Blüten auf einer üppig grünen Wiese unter einem strahlend blauen Himmel. Und sonnenbeschienene Bäume in voller Blüte.

Ein weiterer wichtiger Baustein sind unsere alten Obstsorten. Sie sind oft robuster, regional angepasst und tragen zur genetischen Vielfalt bei. Durch unterschiedliche Blühzeiten und Fruchteigenschaften bieten sie über einen langen Zeitraum Nahrung für verschiedene Tiere, natürlich auch für Insekten."

Eine Biene sammelt Nektar von zarten weißen Apfelblüten mit grünen Blättern in einem sonnendurchfluteten Garten.

Mann sitzt auf einem Stuhl unter blühenden Bäumen, hält eine Flasche, mit Äpfeln und einer Kiste Flaschen in der Nähe auf dem Gras.
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Vom Hof empfehlen wir besonders die Bio Streuobst-Schorlen in verschiedenen Sorten. Das Obst wird schonend verarbeitet und erfrischt ganz ohne Zuckerzusatz. Bei jedem Schluck schmeckt man ein Stück lebendige Streuobstwiese.
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Welche Tiere und Wildpflanzen finden wir auf euren Flächen?

Lorenz Stöckl: „Wir nennen unsere Streuobstwiesen bewusst „wilde Wiesen“. Wer hier unterwegs ist, hört Vogelgezwitscher und das Summen und Brummen. Wildbienen sammeln Nektar, Schmetterlinge flattern über die Wiesen und Spechte klopfen an Baumstämme.

Ein rotes Vogelhäuschen mit der Aufschrift „Willkommen in deinem neuen Zuhause!“ hängt an einem Baum, umgeben von grünem Laub in einem sonnigen Wald.

Mit dem Steinkauz lebt bei uns sogar eine seltene, aber für Streuobstwiesen typische Vogelart. Auch Igel sind regelmäßig unterwegs und selbst ein Dachs ist uns schon am helllichten Tag begegnet. Ein klares Zeichen, wie ungestört und vielfältig dieser Lebensraum ist. Unter den Bäumen wachsen Wildkräuter und Blühpflanzen wie Margeriten, Klee oder Wiesensalbei. Sie sind eine wichtige Nahrungsgrundlage für Insekten und tragen zur ökologischen Balance bei.“

Biene auf einer gelben Löwenzahnblume, umgeben von grünem Gras.©Bio Streuobst-Hof Stöckl, alle Fotos

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