Forschung auf schottisch
In den schottischen Highlands forscht das Hill and Mountain Research Centre für standortgerechte Bewirtschaftung.

Klimafreundliche Schafhaltung ist im schottischen Forschungszentrum ein zentrales Thema. (Foto: Jörn Bender)
Das schottische Forschungszentrum für Landwirtschaft, das Hill & Mountain Research Centre stellte den Teilnehmenden der Bioland-Fachexkursion aktuelle Forschungsprojekte vor:
Precision-Livestock-Farming
der Einsatz von Sensorik und Funknetzen (LoRaWAN) zur Tierüberwachung
genetische Ansätze wie Estimated Breeding Values (EBVs) zur Verbesserung von Produktivität und Umweltbilanz in der Schafhaltung.
Das Forschungszentrum liegt auf einem 2.200 Hektar großen Gelände im Loch Lomond & The Trossachs Nationalpark und reicht von produktiven Tieflandflächen bis hin zu über 1.000 Meter hohen Bergregionen mit naturnahen Lebensräumen. Die Einrichtung ist Teil der Scotland’s Rural College und widmet sich der Frage, wie wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltige Landnutzungssysteme in Bergregionen gestaltet werden können.
Forschung zu Klimabilanz und CO₂-Emissionen
Besonders spannend ist die Forschung zur Klimabilanz der Schafhaltung. In mehreren internationalen Studien wird untersucht, wie sich Methan- und CO₂-Emissionen durch genetische Selektion und angepasste Fütterungssysteme reduzieren lassen. Ziel ist es, sogenannte „Low Carbon Sheep“ zu züchten, die weniger Treibhausgase ausstoßen, ohne an Leistung zu verlieren.
Messungen erfolgen direkt auf der Weide mit mobilen Kammern und digitalen Systemen. Erste Ergebnisse zeigen, dass eine jährliche Reduktion der Emissionen um 1 bis 2 Prozent möglich ist.