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Zwischen Strohballen beheimatet

Presse, LandwirtschaftNiedersachsen / BremenBioland e.V.07.07.2026

Der Bioland Landesverband NI/HB hat im April nach fast einem Vierteljahrhundert Abschied von Visselhövede genommen und ist nach Verden ins Norddeutsche Zentrum für Nachhaltiges Bauen gezogen.

Kerstin Hintz (rechts) mit Mitarbeitenden der Geschäftsstelle Bioland Niedersachsen/Bremen.

Die Geschäftsstelle des größten Anbauverbandes Niedersachsens ist nun beheimatet – ganz bäuerlich und im wahrsten Sinne des Wortes – zwischen Strohballen. Das so genannte Strohballenhaus ist ein Modellprojekt und mit fünf Etagen eines der höchsten, direkt verputzten, strohballengedämmten Holzhäuser Europas!

Inzwischen ist das Team rund um Geschäftsführerin Kerstin Hintz am neuen Standort in Verden angekommen und eingerichtet, was an diesem Montag, 06. 07.2026, mit geladenen Gästen gefeiert wurde.

In Anwesenheit regionaler Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft und Politik sowie alter Weggefährten und neuer Nachbarschaft erklärte Hintz die Entscheidung für den neuen Standort: „Verden liegt in der Schnittstelle vieler Wege von Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen und Delegierten aus ganz Niedersachsen. Wir haben in den vergangenen Wochen gar gelernt, dass Verden der Mittelpunkt der niedersächsischen Landwirtschaft ist.“ Zudem biete das NZNB unterschiedlichste Räume für Veranstaltungen, die vielfältige Nachbarschaft ermögliche neue Kooperationen.

Aus Ostfriesland kommend, hat Vorstandmitglied Nadja Poppen einen der weitesten Wege in die neue Geschäftsstelle. Dennoch ist sie von den Möglichkeiten der neuen Räumlichkeiten überzeugt.  „Ich freue mich, dass das Geschäftsstellen-Team die Räume mit Leben gefüllt hat. Von hier aus wollen wir nach vorne schauen. Immer mit dem Ziel, eine enkeltaugliche Zukunft und Landwirtschaft aufzubauen. Ich bin gespannt auf neue Kooperationen, die sich durch diesen Ort für nachhaltiges Bauen auftun“, sagte die Landwirtin und übergab das Wort an die Geschäftsführerin des Norddeutschen Zentrums für Nachhaltiges Bauen, Jutta Sundermann. „Auch wir freuen uns sehr, Bioland bei uns begrüßen zu dürfen. Hier kommt etwas Gutes voran. Ohne Landwirtschaft keine Strohballen und keine Gebäude wie diese“, sagte sie in Ihrer Willkommensrede und betonte: „Nachhaltiges Bauen und Landwirtschaft liegen in der Schnittstelle vieler klimarelevanter Themen. Es ergeben sich viele Fragen und Ideen, die sich gemeinsam besser und als direkte Nachbarn vielleicht auch leichter realisieren lassen.“

Anschließend wurden bei einem leckeren Essen von der Frische Schmiede, ebenfalls auf dem Gelände des NZNB ansässig, erste Ideen über mögliche Kooperationen geboren.

 

Über das Strohballenhaus

Erstmalig wurden bei dem Bau des Strohballenhauses vorgefertigte Strohballenbauteile für Nichtwohngebäude verwendet. Natürlich unter Einhaltung der dafür notwendigen, erheblichen Brandschutzanforderungen (Gebäudeklasse 4, Brandschutz K260). Im Jahr 2014 fertiggestellt, verfügt das Gebäude zudem über den Passivhaus-Energiestandard für Gewerbeimmobilien, eine Photovoltaik-Anlage, innovative Haustechnik mit Heizungsanlage, die auf Eisspeicher und Wärmepumpe setzt, sowie eine besonderen Glasfassade. Unsere Büros sind im westlichen Teil des ersten Obergeschosses zu finden und mit natürlichen, wohngesunden Materialien, wie z. B. Lehm- und Kalkputz bearbeitet.

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