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Zwei Bioland-Betriebe erhalten Bundespreis Ökolandbau

Presse, VerbandGesamtverbandBioland e.V.22.01.2026

Agrarminister Alois Rainer überreichte die Preise am Donnerstag im Rahmen der Grünen Woche in Berlin.

Spitzenleistungen auf dem Acker und im Stall

Wenn visionäre Ideen auf praktisches Handwerk treffen: Auf der Grünen Woche wurden heute landwirtschaftliche Betriebe geehrt, die Maßstäbe für die Lebensmittelproduktion von morgen setzen. Unter den Preisträgern befinden sich mit dem Bio-Obsthof Glocker aus Baden-Württemberg und dem Bioland-Hof Obermayer aus Niedersachsen gleich zwei Betriebe des Bioland-Verbandes. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer überreichte die prestigeträchtige Auszeichnung persönlich an die engagierten Betriebsleiterfamilien.

„Die heute ausgezeichneten Betriebe zeigen eindrucksvoll, welche Antworten der Ökolandbau auf die drängenden Fragen unserer Zeit liefert. Ob durch technologische Pionierarbeit im Obstbau oder die mutige Transformation eines Mastbetriebs – die Bioland-Betriebe beweisen, dass ökologische Konsequenz und wirtschaftlicher Erfolg sehr gut Hand in Hand gehen“, erklärt Bioland-Präsident Jan Plagge anlässlich der Preisverleihung.

Bio-Obsthof Glocker: Technologische Exzellenz für den Bio-Apfelbau

Der Familienbetrieb von Nikolaus, Manuela und Jonas Glocker in Horgenzell hat sich über 25 Jahre hinweg zu einem technologischen Vorreiter entwickelt. Ihr Ansatz des „vorbeugenden Pflanzenschutzes“ beginnt direkt im Boden: Mulch aus Luzerne und Kleegras vom eigenen Betrieb wird genutzt, um das Bodenleben zu aktivieren und die Bäume zu stärken.

Die Jury hob besonders das ganzheitliche Ressourcenmanagement hervor. Ein naturnaher Speicherteich sichert die Wasserversorgung in Trockenperioden und dient gleichzeitig als wertvolles Biotop. Zusammen mit zahlreichen Blühstreifen steigert das die betriebliche Artenvielfalt enorm: Forschende der Uni Hohenheim fanden in den Anlagen des Betriebs eine um 50 Prozent höhere Insektenvielfalt als auf herkömmlichen Vergleichsflächen. Mit dem Markenzeichen „Biostars“ treibt Glocker zudem die Verbreitung robuster, schorfwiderstandsfähiger Apfelsorten voran.

Bioland-Hof Obermayer: Ein neues Kapitel für das Wendland

Veronika und Sören Obermayer aus Clenze zeigen, wie eine grundlegende Neuausrichtung eines landwirtschaftlichen Betriebs gelingen kann. Innerhalb weniger Jahre bauten sie einen konventionellen Schweinemastbetrieb in eine moderne Bio-Ziegenhaltung mit eigener Käserei um. Besonders den Tieren kommt das neue Konzept zugute: Die Kitze dürfen zehn Wochen lang bei ihren Müttern bleiben weit oberhalb der Vorgaben.

Das Betriebskonzept basiert auf konsequenter Regionalität. Alle Erzeugnisse, vom Ziegenkäse bis hin zu Lassi im eigenen Glas-Pfandsystem, werden in einem Radius von maximal 30 Kilometern vermarktet. Die Obermayers sind zudem fest in der lokalen Gemeinschaft verwurzelt, kooperieren mit Schulen und beteiligen sich an Kulturfestivals, was den Hof zu einem echten Identifikationspunkt in der Region macht.

Hintergrund zum Bundespreis Ökolandbau

Der Bundespreis Ökolandbau wird seit 2001 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft verliehen. Er honoriert Betriebe, die mit innovativen Lösungen und besonderem Engagement die ökologische Landwirtschaft weiterentwickeln. Die diesjährigen Sieger erhalten für ihre Leistungen ein Preisgeld von jeweils 12.500 Euro.

Foto: © BMLEH/Photothek

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Pressefoto Gewinnerbetriebe
Pressefoto Betrieb Wendland Ziege
Pressefoto Obsthof Glocker
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