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Zum Weltbienentag: Podcast mit Ursula Lensing von der Bioland- Imkerei „Honiglandschaften“

PresseBayernBioland e.V.19.05.2026

Zum Weltbienentag am 20. Mai war Podcasterin Sarah Weiß zu Gast bei der Bioland-Imkerei Honiglandschaften in Affing bei Augsburg. Sie sprach mit Imkermeisterin Ursula Lensing über Bienen, Biodiversität und Ökolandbau – und darüber, warum die Honigbiene weit mehr ist als nur Honiglieferantin.

Bienen hautnah! Berufsimkerin Ursula Lensing zeigt uns eine Wabe aus einem ihrer rund 150 Bienenstöcken, die sie mit ihrem Mann Steffen Watzke rund um Affing aufgestellt hat. Foto: Honiglandschaften.

Affing. „An der Honigbiene kann man unglaublich viel ablesen – wie es um Artenvielfalt, Landwirtschaft und unsere Ernährung steht“, erklärt die studierte Biologin und Imkermeisterin Ursula Lensing in der aktuellen Folge des Podcast „Mikro & Mistgabel“.

Anlässlich des Weltbienentags am 20. Mai war Podcasterin Sarah Weiß zu Gast bei der Bioland-Imkerei Honiglandschaften in Affing bei Augsburg und sprach mit Ursula Lensing über Bienen, Biodiversität und ökologischer Landwirtschaft – und darüber, warum die Honigbiene weit mehr ist als nur Honiglieferantin. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Watzke bewirtschaften die beiden Berufsimker rund 150 Bienenvölker.

Warum Landwirtschaft und Imkerei zusammengehören

„Die wichtigste Leistung der Honigbienen ist nicht der Honig selbst, sondern ihre Bestäubungsarbeit“, sagt Lensing im Gespräch. Viele Biobetriebe stellen deshalb gezielt Flächen für Bienenvölker zur Verfügung. Seit Jahrtausenden ist Landwirtschaft und Imkerei eng miteinander verbunden. Doch dieses Zusammenspiel ist durch die Auswirkungen chemisch-synthetischer Pestizide auf Insekten gefährdet. Gerade deshalb sieht die Bioland-Imkerin den ökologischen Landbau als wichtigen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt. Der Verzicht auf synthetische Pestizide helfe nicht nur Honig- und Wildbienen, sondern ganzen Ökosystemen – vom Bodenleben bis zu Gewässern.

Gleichzeitig räumt die Bio-Imkerin mit einem verbreiteten Mythos auf: Honig- und Wildbienen seien keine Konkurrenten. „Die sind so aneinander angepasst, dass sie wunderbar miteinander auskommen.“ Entscheidend für beide sei eine vielfältige, pestizidarme Landschaft mit ausreichend Blühpflanzen.

Was Bio-Honig eigentlich bedeutet

Auch darüber, was eigentlich hinter dem Glas Bio-Honig steckt, spricht Ursula Lensing im Podcast. Ein Bioland-Siegel bedeutet weit mehr als nur die Kontrolle des fertigen Honigs. Entscheidend sei vor allem die Art, wie mit den Bienen gearbeitet wird: keine synthetischen Arzneimittel, schadstofffreie Materialien für die Bienenstöcke und möglichst naturnahe Standorte mit vielen Blühpflanzen. Denn, obwohl Bienen mehrere Kilometer weit fliegen können, seien sie, wie Lensing lachend sagt, „eigentlich auch faul“. Finden sie in ihrer direkten Umgebung genügend Nahrung, bleiben sie lieber in der Nähe.

Podcast gibt Einblicke in die Welt der Bienen

Wer wissen möchte, warum die Biene längst zum Symbol für weit größere Fragen geworden ist, bekommt in der Podcastfolge „Hier schlägt Vielfalt Wurzeln - Was der Ökolandbau für Klima und Umwelt leistet“ (ab Minute 14) spannende Antworten.

„Mikro & Mistgabel" ist ein Podcast von TAGWERK in Kooperation mit Bioland Bayern und ein Projekt von »Bio für die Zukunft«, gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL).“

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