Verbindende Wintertagung in Kyllburg
Unter dem Motto „Vom Boden her denken“ traf sich der Bioland Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland zur Wintertagung in Kyllburg – mit Fachimpulsen, Austausch, Jubiläumsfeier und neuen Perspektiven für den Ökolandbau.

Lockerer Austausch zwischen Mitgliedern bei der Wintertagung in der Eifel
Am 2. und 3. Februar 2026 wurde das Bildungs- und Freizeitzentrum Stiftsberg erneut zum lebendigen Treffpunkt für die Mitglieder des Bioland Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland. Unter dem Motto „Vom Boden her denken“ bot die Wintertagung Raum für Austausch, Information und gemeinsame Visionen. Die Atmosphäre war geprägt von inspirierenden Gesprächen, herzlichen Begegnungen und großer Dankbarkeit für das Zusammenwirken im Verband. Auffällig war in diesem Jahr die jüngere und weiblichere Zusammensetzung der Teilnehmenden.
Der erste Tag begann mit fachlichen Impulsen rund um Bodenfruchtbarkeit und regenerative Landwirtschaft. In Vorträgen und Diskussionen wurde deutlich, welche Chancen in lebendigen Böden und geschlossenen Nährstoffkreisläufen liegen – für Klima, Artenvielfalt und die Zukunftsfähigkeit der Betriebe. Ein Praxisbeispiel aus dem Landesverband veranschaulichte, wie sich Richtlinien konkret im Betriebsalltag auswirken. So wurde spürbar, wie eng Verbandsthemen und landwirtschaftliche Praxis miteinander verbunden sind.
Am Nachmittag sorgte ein gemeinsamer Gesangsworkshop für eine besondere Dynamik: Trotz anfänglicher Zurückhaltung entwickelte sich die Gruppe zu einem vielstimmigen Chor. Beim anschließenden Generationengespräch zur Hofnachfolge wurden Perspektiven von Jung und Alt offen geteilt – ein wertvoller Beitrag zum gegenseitigen Verständnis.
Der Abend stand im Zeichen des Jubiläums: Beim reichhaltigen Erzeugerbuffet mit Produkten der Mitgliedsbetriebe wurden langjährige Wegbegleiter geehrt und 40 Jahre Landesverband gewürdigt. Ein kulturelles Highlight setzte Matthias Stührwoldt aus Norddeutschland, bekannt aus der Unabhängige Bauernstimme. Mit viel Humor und Tiefgang erzählte er Anekdoten aus dem Leben eines Biobauern und traf damit genau den Nerv des Publikums – nachdenklich und heiter zugleich.
Der zweite Tag griff aktuelle agrarpolitische Entwicklungen, Vermarktungsfragen und die Rolle der Frauen in der Landwirtschaft auf. In Vorträgen und Gesprächsrunden wurde diskutiert, wie Betriebe sich zukunftsfähig aufstellen können und welche gesellschaftliche Verantwortung damit einhergeht. Ein „Markt der Möglichkeiten“ bot darüber hinaus konkrete Informationen zu Beratung, Förderung und Zusammenarbeit.
Das Fazit der Tagung: Die Wintertagung ist weit mehr als ein Fachtreffen. Sie ist ein Ort der Begegnung, der Ermutigung und der gemeinsamen Ausrichtung – getragen von dem Wunsch, den ökologischen Landbau in Rheinland-Pfalz und im Saarland aktiv und solidarisch weiterzuentwickeln.
Text: Samuel Himmel
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