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Taskforce Dürre: Öko-Verbände bündeln Kräfte gegen Futter-Knappheit

Presse, VerbandGesamtverband19.08.2026

Bedarfe aus Dürre-Regionen sollen mit verfügbaren Futterressourcen zusammengebracht werden.

Die deutschen Öko-Anbauverbände Biokreis, Bioland, Biopark, Demeter, Ecoland, GÄA, Naturland, Verbund Ökohöfe reagieren gemeinsam auf die angespannte Futtermittelsituation und gründen die „Taskforce Dürre“. Fachleute der beteiligten Verbände bündeln darin ihre Expertise, um Bio-Verbandsbetriebe bei der Suche nach verfügbaren Futtermittelquellen bestmöglich zu unterstützen.

Im Mittelpunkt steht die bundesweite und verbandsübergreifende Vermittlung von Bio-Futtermitteln. Dafür sollen die Bedarfe von Betrieben in den besonders von der Dürre betroffenen Regionen mit verfügbaren Futterressourcen in Deutschland und Italien zusammengebracht werden. Ziel ist es, vorhandene Futtermittel möglichst schnell dorthin zu bringen, wo sie dringend benötigt werden.

Die Verbände setzen dabei auf ein abgestimmtes, pragmatisches und solidarisches Vorgehen. Hierzu arbeiten die Beraterinnen und Berater der Verbände eng zusammen, teilen Informationen zur aktuellen Futtersituation bzw. regionalen Verfügbarkeiten, beraten sich zu Lösungsoptionen bei betrieblichen Notlagen und suchen verbandsübergreifend nach Lösungen. Die Öko-Verbands-Betriebe profitieren hierbei besonders davon, Teil eines Netzwerks zu sein, das sich über Länder- und Verbandsgrenzen hinweg erstreckt.

Darüber hinaus soll der fachliche Austausch dazu beitragen, die Betriebe bei der Bedarfsermittlung, Rationsoptimierung sowie Bestands- und Vorratsplanung noch gezielter zu unterstützen. Die Taskforce will damit nicht nur kurzfristig bei der Beschaffung von Futtermitteln helfen, sondern auch dazu beitragen, die vorhandenen Ressourcen möglichst effizient einzusetzen.

Hintergrund

Die anhaltende Dürre hat insbesondere in Teilen Süddeutschlands zu erheblichen Ernteausfällen geführt. Auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben werden dadurch die Futtermittel für die Nutztierhaltung knapp. Derzeit greifen die Betriebe noch auf Reserven zurück, die ursprünglich für den Winter oder als Notvorrat vorgesehen waren. Diese Vorräte sind jedoch begrenzt. Mit zunehmender Dauer der angespannten Situation steigt daher der Bedarf an zusätzlich zugekauften Futtermitteln.

Bio-Betriebe stehen dabei vor einer besonderen Herausforderung: Futtermittel in Bio-Qualität sind deutlich weniger verfügbar als konventionelle Ware. Entsprechend schwieriger ist es für die einzelnen Betriebe, kurzfristig geeignete Alternativen zu finden.

 

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Pressesprecher Gesamtverband
Leon Mohr

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