Rolle Mühle ausgezeichnet: Bundesminister würdigt Engagement für regionale Bio-Wertschöpfung
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat die Rolle Mühle in Grünhainichen als Partnerbetrieb des „Bio verarbeiten – Praxis-Netzwerks“ ausgezeichnet.

Mehlverarbeitung in der Rolle Mühle
Der Besuch machte deutlich, welche wichtige Rolle regionale Verarbeitungsbetriebe für den Ökolandbau, das Lebensmittelhandwerk und die Wertschöpfung im ländlichen Raum spielen.
Wenn aus regional angebautem Getreide hochwertiges Mehl entsteht, ist das weit mehr als ein Verarbeitungsschritt. Es ist ein wichtiger Baustein funktionierender Bio-Wertschöpfungsketten. Davon konnte sich Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer bei seinem Besuch der Rolle Mühle in Grünhainichen persönlich überzeugen. Als Partnerbetrieb des bundesweiten „Bio verarbeiten – Praxis-Netzwerks“ erhielt die traditionsreiche Mühle die Partner-Plakette des Netzwerks.
Bei einem Rundgang durch den Betrieb informierte sich der Minister über die Praxis der regionalen und ökologischen Verarbeitung. Die Gäste erhielten Einblicke in die handwerkliche Arbeit der Mühle und konnten nachvollziehen, wie aus Weizen, Roggen und Dinkel hochwertige Mehle entstehen. Im gemeinsamen Austausch wurde deutlich, welche Bedeutung regionale Verarbeitungsbetriebe für Landwirtinnen und Landwirte, das Bäckerhandwerk und die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln haben.
Die Rolle Mühle verarbeitet mit ihren 24 Mitarbeitenden und einem Auszubildenden überwiegend Getreide aus der Region und widmet sich darüber hinaus mit großer Leidenschaft alten Sorten wie Gelbweizen und Champagnerroggen. Bereits rund 65 Prozent des verarbeiteten Getreides stammen aus ökologischem Anbau – Tendenz steigend. Darüber hinaus nutzt der Betrieb die Wasserkraft der Zschopau zur Stromerzeugung und verbindet traditionelle Standortvorteile mit moderner Lebensmittelverarbeitung. Die Rolle-Mühle ist Bioland- und Gäa-Partner.
Wie erfolgreich regionale Bio-Wertschöpfungsketten funktionieren können, zeigte sich auch beim anschließenden Buffet. Die Baguettes der Bioland-Bäckerei Michas Naturbackstube aus Lichtentanne machten ganz praktisch erlebbar, wie aus regional erzeugtem Bio-Getreide hochwertige Lebensmittel entstehen – vom Acker über die Mühle bis in die Backstube.
„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung der Rolle Mühle“, betonte Manuela Kühnert, Bioland Herstellerberaterin in Mitteldeutschland. „Als langjähriger Bioland-Partner leistet die Rolle-Mühle einen wichtigen Beitrag für den Ökolandbau, die regionale Versorgung des Bäckerhandwerks und die Ausbildung von Fachkräften. Die Würdigung durch den Bundeslandwirtschaftsminister ist ein wichtiges Signal für die gesamte ökologische Wertschöpfungskette.“
Der Besuch bot zugleich die Gelegenheit, die Leistungsfähigkeit regionaler Bio-Verarbeitung unmittelbar zu erleben. Die Rolle Mühle zeigt beispielhaft, wie regionale Rohstoffe, handwerkliches Know-how und engagierte Unternehmen dazu beitragen, den Ökolandbau in den Regionen erfolgreich weiterzuentwickeln.
Hintergrund
Rolle Mühle
Die C.F. Rolle GmbH Mühle in Grünhainichen ist die letzte produzierende Mühle im Erzgebirge. Das Familienunternehmen wird in sechster Generation geführt und verarbeitet überwiegend Weizen, Roggen und Dinkel aus der Region. Bereits Anfang der 1990er-Jahre setzte die Mühle auf die Verarbeitung von Bio-Getreide und gehört damit zu den Pionieren der ökologischen Getreideverarbeitung in Sachsen. Ein Teil der benötigten Energie wird durch die Wasserkraft der Zschopau erzeugt.
„Bio verarbeiten – Praxis-Netzwerk“
Das bundesweite „Bio verarbeiten – Praxis-Netzwerk“ ist Teil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL). Das Netzwerk verbindet Verarbeitungsbetriebe aus ganz Deutschland und fördert den Austausch von Erfahrungen und Praxiswissen. Es macht erfolgreiche Beispiele der Bio-Verarbeitung sichtbar und stärkt regionale ökologische Wertschöpfungsketten. Die Rolle Mühle gehört zu den Partnerbetrieben des Netzwerks.
Bioland
Der Öko-Anbauverband Bioland setzt sich insgesamt für eine nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft ein. Verbindliche Biodiversitätsrichtlinien sorgen dafür, dass jeder Bioland-Betrieb Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt umsetzt – kontrolliert und konsequent.
Bilder zum Download

Anne Rolle-Baldauf (links) erläutert Minister Rainers (2. von links) und geladenen Gästen technische Details in der Mehlverarbeitung.

v.l.n.r. Anne Rolle-Baldauf zeigt Minister Alois Rainers und Bundestagsabgeordneter Nora Seitz die wassergetriebene Turbine. Die Mühle kann darüber den eigenen Strombedarf decken.

in der Mitte: Anne Rolle-Baldauf (GF Rolle-Mühle), Alois Rainer (Bundesminister), daneben rechts: Guilia Vogel (Koordination "Bio verarbeitung - Praxis Netzwerk")
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Link zur Rolle Mühle
Kontakt zur Pressestelle
Bioland Landesverband Ost (Berlin/Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) e.V.
Gradestraße 92
12347 Berlin
