NGT-Petition mit 130.000 Unterschriften sollte Politik zum Nachdenken bringen!
Die Petition wird unterstützt durch Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), BÖLW, Bioland, BUND, BNN, Demeter, Gen-ethisches Netzwerk, Greenpeace, Save Our Seeds und Testbiotech.

Am Mittwoch haben zwei bayerische Bio-Bäuerinnen sowie Vertreter*innen zahlreicher Verbände, darunter Bioland, eine Petition mit mehr als 130.000 Unterschriften an Vertreter*innen des Bundes-Agrarministeriums, -Umweltministeriums, -Wirtschaftsministeriums, -Justizministeriums und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung übergeben. Kern der Petition ist die Forderung nach Beibehaltung der strengen EU-Gentechnik-Regulierungen – auch in Bezug auf Neue Gentechnik.
Bioland-Politikleiterin Carolin Pagel kommentiert:
„Mehr als 130.000 Menschen sehen mit der geplanten Deregulierung des EU-Gentechnikrechts große Risiken verbunden und äußern das durch die Unterzeichnung dieser Petition. Die Entscheidungsträger*innen in den Bundesministerien, im Bundeskanzleramt und im Europaparlament sollte das zum Nachdenken bringen: Ist es wirklich sinnvoll, das starke EU-Gentechnikrecht, das den EU-Binnenmarkt hervorragend schützt und damit einen Wettbewerbsvorteil verschafft, auszuhöhlen? Sind die langfristigen Risiken der mächtigen Technologie Neue Gentechnik tatsächlich so gering, dass man Risikoprüfungen abschaffen kann? Und: wurde wirklich alles dafür getan, dass es nicht zu einer massenweisen Patentierung durch große Konzerne auf Pflanzen und Pflanzeneigenschaften kommen kann? An all diesen Punkten haben wir große Zweifel. Wir fordern die Politik auf, verantwortungsvoll im Sinne der Bürgerinnen, Bürger, Landwirtinnen, Landwirte und auch unserer Natur zu handeln und entsprechend Einfluss auf allen Ebenen geltend zu machen.“
Foto: Nick Jaussi
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