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Kleegrasanbau optimieren mit Schwefel und Kali

LandwirtschaftNordrhein-WestfalenBioland e.V.01.07.2026

Feldversuch der LWK NRW auf dem WRRL-Modellbetrieb Strotdrees bringt spannende Erkenntnisse.

Die Auswirkung der Zugabe von 40 kg S pro ha (links im Bild) in Form von Gips sind im Bestand an Farbe und Bestandsentwicklung deutlich zu erkennen; Foto: Jörn Bender

Mit wenig Mitteleinsatz pflanzenbaulich viel erreichen, so könnte eine Erkenntnis aus einem bislang zweijährigen Anbauversuch lauten, welcher von Pascal Gerbaulet, LWK NRW betreut wird. Auf sandigen Standorten im Betrieb Strotdrees, Harsewinkel, wird der Einsatz von Düngemitteln mit Kali, Schwefel und Magnesiumanteilen in Kleegrasbeständen ausgewertet. Tendenziell handelt es sich um Standorte, die über eine ausreichende Versorgung mit Phosphor und Magnesium verfügen (dies trifft auch auf viele andere Standorte zu), Schwefel und z.T. auch Kali sind im Mangel. Untersuchungen wurden mit Patentkali, Kieserit, Kaliumsulfat (SOP), Korn-Kali (MOP) und Calcifertil (Gips) gefahren. In der Regel wurde bei allen schwefelhaltigen Düngern eine Versorgung mit 40 kg S je ha eingestellt. Im Ergebnis wird deutlich, dass sich durch Zugabe von S und K die abgefahrene Stickstoff-/Eiweißmenge deutlich steigern, in den besten Varianten nahezu verdoppeln lässt. Gleiches gilt für die Frischmasseerträge (siehe Abbildung). Zudem erhöht sich der Anteil der Leguminosen in der Gesamtmasse von 42 % in der 0-Parzelle auf 60-70 % in den zusätzlich gedüngten Varianten. Eine moderate Düngung mit Stallmist wurde zudem betriebsüblich auf allen Parzellen, auch der 0-Parzelle ausgebracht, beim Versuchsbetrieb handelt es sich um einen Milchviehbetrieb, es wird also durchaus Kali über den Wirtschaftsdünger ausgebracht.

Dort wo es eine ausreichende Kaliversorgung gab, konnte allein durch den Einsatz von günstigem Gips (reiner Schwefeldünger) der Frischmasseaufwuchs im 1. und 2. Schnitt von insgesamt 125 auf 190 dt. gesteigert werden. Die Frischmasse der Leguminosen wurde um mehr als 100 % erhöht. Die Kosten der Schwefeldüngung wurden dabei inkl. Ausbringung auf nur 72,50 € / ha (230 kg Calcifertil Gran. S 22) beziffert. Eine Maßnahme, die kein finanzielles Risiko darstellt und offenbar deutliche Wirkung hat!

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Jörn Bender

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