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Grünes Licht für „Green by concept“: Weniger Bürokratie, mehr Zukunftsfähigkeit

Presse, AgrarpolitikGesamtverband16.10.2026

Bioland begrüßt, dass der Bundestag die Umsetzung der EU-Vereinfachungen beschlossen hat.

Entlastungen bei der Schreibtischarbeit von Landwirtinnen und Landwirten schafft wichtigen Freiraum für die praktische Arbeit auf den Betrieben.

Am Donnerstag hat der Bundestag mit dem Durchwinken des Gesetzes zur Anpassung der GAP-Regelungen einen wichtigen Schritt für weniger Schreibtischarbeit auf den Höfen gemacht. Die Umsetzung von „Green by concept“ ist ein positives Beispiel dafür, wie Bürokratieabbau gezielt gelingen kann. Bio-Betriebe müssen damit nicht länger mehrfach nachweisen, was bereits durch verbindliche Regeln und Kontrollen abgesichert ist.

Das ist nur logisch, denn die Ziele der GAP-Konditionalität und der EU-Ökoverordnung sind weitgehend deckungsgleich. Zum Beispiel sehen beide Rahmenwerke vor, boden- und wasserschonend zu wirtschaften und Grünland zu erhalten. Die Vorgaben für den Ökolandbau sind aber in ihrer Gesamtheit wesentlich strenger. Daher erfüllen beziehungsweise übererfüllen Bio-Betriebe automatisch die Vorgaben der GAP-Konditionalität.

Carolin Pagel, Politikleiterin bei Bioland, kommentiert: „Bürokratieabbau muss dort ansetzen, wo er im Alltag wirklich etwas bewirkt. Und idealerweise sollte er als Steuerungsmittel für nachhaltiges Wirtschaften genutzt werden. Wir begrüßen den Beschluss des Bundestags zur Überführung von Green by concept in deutsches Recht als logischen und sinnvollen Schritt, der Betriebe direkt entlastet und die Zukunftsfähigkeit unserer Landwirtschaft stärkt.“

Die Grundlage für die Vereinfachungen bildet die auf EU-Ebene beschlossene Verordnung (EU) 2025/2649 zur Vereinfachung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Vollständig ökologisch zertifizierte Betriebe sowie Betriebe in vollständiger Umstellung werden bei bestimmten Standards für den guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand ihrer Flächen (GLÖZ) künftig grundsätzlich als regelkonform anerkannt. Das betrifft unter anderem Vorgaben zu Dauergrünland, Gewässerrandstreifen, Bodenschutz, Mindestbodenbedeckung und Fruchtwechsel. Hinzu kommen Erleichterungen für kleinere Betriebe sowie flexiblere Ausnahmen bei Pflanzenkrankheiten und Schädlingsbefall.

Vereinfachungen für Bio-Betriebe sorgen dafür, dass der Umstieg auf Ökolandbau an Attraktivität gewinnt. Das ist wichtig für eine resiliente und krisenstarke Landwirtschaft. Vielfältige Fruchtfolgen und der Einsatz heimischer Leguminosen, wie sie im Ökolandbau verwendet werden, verringern die Abhängigkeit des gesamten Sektors von importierten Betriebsmitteln. Der Ausbau des Ökolandbaus leistet damit einen Beitrag zu krisenfesteren Betrieben und einer widerstandsfähigeren Ernährungsversorgung.

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Leon Mohr

Bioland e.V.
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