Bioland unterstützt Direktklage gegen EU-Gentechnik-Verordnung
Ein breites Bündnis aus der Agrarbranche klagt vor dem Europäischen Gericht gegen die Deregulierung der Neuen Gentechnik (NGT).

Bioland unterstützt das Klagebündnis, zu dem die Bioland-Mitlieder Bingenheimer Saatgut AG, BioSaat GmbH und Rapunzel Naturkost gehören, mit fachlicher Expertise und finanziellen Mitteln.
Die neue EU-Gentechnik-Verordnung sieht vor, NGT-1-Pflanzen weitgehend zu deregulieren sowie Risikoprüfungs- und Kennzeichnungspflichten abzuschaffen. Damit wird die Wahlfreiheit der Verbraucherinnen und Verbraucher eingeschränkt und das Verursacherprinzip zulasten der gentechnikfreien Erzeugung umgekehrt. Am Montag hat ein breites Bündnis aus Züchtung, Landwirtschaft und Verarbeitung Direktklage beim Europäischen Gericht in Luxemburg gegen die Verordnung eingereicht. Bioland unterstützt das Klagebündnis, zu dem die Bioland-Mitlieder Bingenheimer Saatgut AG, BioSaat GmbH und Rapunzel Naturkost gehören, mit fachlicher Expertise und finanziellen Mitteln.
Bioland-Vizepräsidentin Sabine Kabath unterstreicht: „Die neue Gentechnik-Verordnung wälzt Folgekosten einseitig auf die gentechnikfreie Praxis ab. Die Direktklage ist deshalb ein notwendiger und konsequenter Schritt, um das Recht auf Eigentum, Unternehmensfreiheit und vorsorgenden Umweltschutz auf europäischer Ebene einzufordern. Wir stehen fest an der Seite der Klägerinnen und Kläger für die Rechtssicherheit und die Zukunft der gentechnikfreien Landwirtschaft.“
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