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Bioland-Hacktag Ostbayern 2026

PresseBayernBioland e.V.20.05.2026

Moderne Hacktechnik, kameragesteuerte Systeme und autonome Lösungen für den Ackerbau wurden auf dem Bioland-Hacktag in Schierling vorgeführt. Trotz schwieriger Bedingungen durch rund 20 Millimeter Niederschlag am Vortag konnte ein Teil der Maschinen auch praktisch im Feld gezeigt werden.

Der autonome Hackroboter „FarmingGT“ des Unternehmens Farming Revolution im Praxistest. Foto: Sebastian Erl

Große Resonanz auf moderne Hacktechnik und KI

Schierling, Mai 2026 – Rund 50 interessierte Landwirtinnen und Landwirte sowie Fachbesucher kamen vergangene Woche zum Bioland-Hacktag Ostbayern nach Schierling. Veranstaltet wurde die Praxisvorführung vom Bioland Erzeugerring Bayern e.V..

Im Mittelpunkt standen moderne Hacktechnik, kameragesteuerte Systeme und autonome Lösungen für den ökologischen Ackerbau. Trotz schwieriger Bedingungen durch rund 20 Millimeter Niederschlag am Vortag konnte ein Teil der Maschinen auch praktisch im Feld gezeigt werden. Gastgeber Christian Aumeier stellte dafür eine Zuckerrübenfläche am Ortsrand von Schierling zur Verfügung sowie seine Maschinenhalle.

Großes Interesse an moderner Hacktechnik

Moderiert wurde die Veranstaltung von Sebastian Erl, Bioland-Ackerbauberater für Ostbayern. Bereits bei der Vorstellung der Maschinen in der Halle zeigte sich das große Interesse der Besucher. Besonders gefragt waren Lösungen, die eine präzise mechanische Unkrautregulierung ermöglichen und gleichzeitig Arbeitszeit einsparen.

KI und Kameratechnik im Praxiseinsatz

Vorgestellt wurden zahlreiche moderne Hackgeräte unterschiedlicher Hersteller – von einfachen Front- und Heckhacken bis hin zu kameragesteuerten Systemen mit künstlicher Intelligenz. Gezeigt wurden unter anderem Maschinen der Firmen Kratzer, Einböck, Dickson & Kerner, Garford, Pöttinger, Leibing, Amazone, Horsch sowie Organic Agrar.

Vorführung der Einböck-Invera Hacke mit In-Row-Technik. Foto: Sebastian Erl

Mehrere Maschinen arbeiteten mit sogenannter „In-Row“-Technik. Dabei erkennen Kameras die Kulturpflanzen präzise und ermöglichen sogar das Hacken direkt zwischen den Pflanzen in der Reihe, etwa bei Zuckerrüben oder Gemüse.

Besonders großes Interesse weckten die Lösungen von Dahlia Robotics, deren KI-gestützte Pflanzenerkennung in verschiedenen Geräten integriert war. Die Systeme ermöglichen eine präzise Bearbeitung direkt in der Pflanzenreihe und gelten als vielversprechender Ansatz für eine effiziente mechanische Beikrautregulierung.

Autonomer Hackroboter als Publikumsmagnet

Ein weiterer Publikumsmagnet war der autonome Hackroboter „FarmingGT“ des Unternehmens Farming Revolution. Der batteriebetriebene Roboter arbeitet selbstständig rund um die Uhr, erkennt Pflanzen mittels KI und kann nach Herstellerangaben bis zu zehn Hektar innerhalb von 24 Stunden bearbeiten. Durch sein geringes Eigengewicht war ein Einsatz sogar trotz der feuchten Bodenverhältnisse möglich.

Neben innovativer Technik standen auch praktische Aspekte im Fokus: Viele der vorgestellten Geräte überzeugten durch einfache Einstellungsmöglichkeiten, variable Werkzeugkombinationen sowie flexible Anpassungen an unterschiedliche Kulturen und Reihenweiten.

Der Bioland-Hacktag zeigte eindrucksvoll die Entwicklungen im Bereich Kamerasteuerung, KI-gestützter Pflanzenerkennung und autonomer Feldtechnik.

Bioland-Hacktag Ostbayern 2026 | Bioland e.V.