Bildung und Wissen für den Erfolg ökologischer Landwirtschaft
„Bio zahlt auf viele Themen ein, die wir alle als wichtig empfinden müssen: Artenschutz, Bodenschutz, Hochwasserschutz“, macht Kreisrat Dr. Joachim Steinbeck aus Hameln-Pyrmont die Bedeutung von Bio für die Gesellschaft deutlich.

Feierliche Eröffnung des Bio-Mobils auf der Landesgartenschau in Bad Nenndorf: Moderatorin Verena Kindinger, Kerstin Hintz, Astrid Otto und Dr. Joachim Steinbeck betonen die Bedeutung von Bildung und Wissen. (Bild: Nadia Bremer)
Es sind seine Grußworte bei der feierlichen Eröffnung des Stopps des Bio-Mobils in Niedersachsen. Vom 29.08. bis 07.09.26 erwartet die Besucher:innen der Landesgartenschau in Bad Nenndorf auf den Flächen des Landwirtschaftlichen Fensters ein buntes Aktionsprogramm.
Gemeinsam mit Kerstin Hintz, Geschäftsführerin des Bioland Landesverband Niedersachsen/Bremen e V., sowie Astrid Otto, Kreisrätin für Schaumburg unterstrich Steinbeck die Bedeutung von Bildung und Wissen für den Erfolg von Bio. Genau hier setze das Bio-Mobil an: Mit interaktiven Angeboten werden den Besucher:innen Wissen über Bio-Lebensmittel, Biodiversität und ökologischer Landwirtschaft vermittelt. Die Internetpräsenz böte zudem weiterführende Informationen, darunter Schulungsunterlagen für Erwachsene unterschiedlichster Berufsgruppen.
Astrid Otto stellte in ihrem Grußwort klar, dass der Umstieg für viele Betriebe – ob Landwirtschaft oder Großküche - nicht einfach sei: „Es ist schwierig, sich auf etwas Neues einzulassen. Da ist es gut, wenn es Unterstützung gibt.“ Diese Unterstützung böten u. a. die Öko-Modell-Regionen. Mit dem Ziel, die ökologische Landwirtschaft voranzutreiben, bieten sie Beratungs- und Vernetzungsangebote von Landwirt:innen, verarbeitenden Betrieben, Gemeinschaftsverpflegungen und Konsument:innen an.
Das Bio-Mobil ist noch bis zum 07.09.26 auf der Landesgartenschau in Bad Nenndorf. Das Motto der Roadshow: Grenzenlos mobil.
Mit einem Glas regionalen Apfelsafts vom Obsthof Gestorf stießen am Samstag um 12 Uhr Organisator:innen und Besucher:innen auf das Bio-Mobil an. Da wurden bereits Melkkünste an Kuh Elsa erprobt und Getreidesorten an der Fruchtfolge-Straße erkundet. Besonderer Beliebtheit bei Jung und Alt erfreute sich die Getreidequetsche. Unter Beteiligung der beiden Öko-Modellregionen Hameln-Pyrmont und Schaumburg gab es die Möglichkeit, Hafer sowie Leinsaat aus regionalem Anbau zu Flocken für das nächste Frühstück zu verarbeiten. In den kommenden Tagen werden u. a. bei Live-Kochshows regionale Gerichte zubereitet. Zudem ist Sylke Herse zu Gast, um ihre neueste Blaubeer-Kreation vorzustellen. Die Niedersächsin ist Landwirtin des Jahres 2026.
Das gesamte Programm für den Halt des Bio-Mobils bei der Landesgartenschau ist unter Veranstaltungen - Grenzenlos Regional - Bio in Europa zu finden.
Zum Projekt „Grenzenlos Bio | Vielfalt für Europa“
Das Projekt „Grenzenlos Bio | Vielfalt für Europa“ ist ein gemeinsames EU-gefördertes Projekt des Bioland e.V. in Deutschland und der Genossenschaft Bioland Südtirol landw. Ges. in Italien. Ziele sind die Steigerung der Bekanntheit von und die Stärkung des Vertrauens in „Bio“. Das Projekt möchte die Menschen in ihrem Alltag abholen und die Vorteile eines ökologischen Lebensstils für Mensch, Umwelt, Tier und Klima vermitteln.
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