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Bayerisches Bier gentechnik- und patentfrei erhalten!

Presse, AgrarpolitikGesamtverbandBioland e.V.18.02.2026

Beim politischen Aschermittwoch der CSU in Passau fordert ein breites Bündnis von der Politik, für Transparenz und Tradition einzustehen.

„Gentechnik im Bier? Manipuliert – Patentiert – Undeklariert: Willst Du das wirklich?“ – mit dieser Frage auf einem überdimensionalen Maß Bier wurden die Besucher des politischen Aschermittwochs der CSU in Passau überrascht. Delegierte eines breiten Bündnisses aus 18 Bauern-, Umwelt- und Verbraucherorganisationen forderten die CSU auf, sich für gentechnikfreies und patentfreies Bier – und damit für Transparenz und Tradition – einzusetzen.

Natürlich darf beim größten Stammtisch der Welt ein gutes bayerisches Bier nicht fehlen. Was aber, wenn dort in Zukunft Neue Gentechnik drin ist – ohne Kennzeichnung, dafür mit Gruß vom Patentinhaber? Das könnte bald der Fall sein, denn auf EU-Ebene wird derzeit die Deregulierung der Neuen Gentechniken verhandelt. Für Bioland gleicht das Gesetz einem trojanischen Pferd: Es trägt das Versprechen von Nachhaltigkeit nach außen, doch im Inneren verbergen sich große Gefahren für Europa. Unter anderem stehen die Ernährungssouveränität sowie die Wahlfreiheit für Landwirtschaft und Verbraucher auf dem Spiel.

Josef Schmidt, Landesvorstand Bioland Bayern, Bio-Landwirt und Metzgermeister, kommentiert: „Unter dem Etikett des Fortschritts verbergen sich neue Risiken, wachsende Abhängigkeiten und der Einfluss großer Konzerne – auf unsere Felder und letztlich auf unsere Lebensmittel. Aus der Vergangenheit wissen wir, wie schwer es ist, sich aus solchen Abhängigkeiten zu befreien – diese Erfahrung haben wir bei der digitalen Infrastruktur oder der Energieversorgung schmerzlich gemacht.

Warum glauben wir, dass dieses Mal gut geht? Wenn Konzerne erst einmal die Kontrolle über Saatgut, Patente und damit über zentrale Teile unserer Ernährungssouveränität erlangt haben, wünscht man sich dann wieder vergeblich die gute alte Zeit mit seinem reinen bayerische Bier zurück. Wir fordern die bayerischen CSU-Abgeordneten im Europa-Parlament auf, sich nicht von den vagen Versprechungen einer neuen und noch wenig erforschten Technologie blenden zu lassen, sondern standhaft für Transparenz, Tradition und den Schutz regionaler Betriebe einzutreten.“

Weitere Informationen

Fotos: Ab 11:30 Uhr stellen wir Ihnen Fotos zur kostenfreien Verwendung zur Verfügung (Link)

Folgende Organisationen waren in Passau dabei: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Landesverband Bayern e.V., Biokreis e.V., Bioland Bayern, Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V. Landesteam Bayern, BUND Naturschutz in Bayern e.V., Demeter Landesverband Bayern e.V., Greenpeace München, Interessengemeinschaft Nachbau, junge AbL Bayern, Kein Patent auf Saatgut!, Katholische Landvolk Bewegung (KLB) Landesverband Bayern, Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ) e.V., NaturFreunde Bayern, Rapunzel Naturkost, Slowfood München, TAGWERK e.V., Zivilcourage.

Ihre Ansprechperson

Pressestelle

Pressesprecher Gesamtverband
Leon Mohr

Bioland e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kaiserstr. 18, 55116 Mainz

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