LIFEstockProtect
Herdenschutz Österreich, Bayern und Südtirol
Schon immer war der Schutz von Nutztieren vor Raubtieren eine große Aufgabe für Tierhalterinnen. Während in den letzten Jahrzehnten vor allem Geflügelhalter Probleme mit Habicht, Fuchs und Co hatten, sind durch die Rückkehr der großen Beutegreifer die Herausforderungen in jüngster Vergangenheit gestiegen. Wenn die Anzahl der Wölfe im Alpenraum zunimmt, brauchen Schafe und Ziegen, Rinder, Pferde, Schweine und Geflügel besseren Schutz als bislang, auch wenn das steile Gelände und das extreme Wetter besondere Herausforderungen bedeutet. Dafür engagiert sich ab 2020 fünf Jahren lang das grenzübergreifendes Projekt für Herdenschutz, LIFEstockProtect.
Mit Fördergeldern aus dem EU-LIFE-Programm arbeiten 17 Vereinigungen an besseren Bedingungen für die Weidetierhaltung im Alpenraum. Geplant sind 180 Fortbildungen für verschiedene Zielgruppen: Mehr als 1.000 Landwirte, Tierhalterinnen, Herdenschutzberaterinnen und Hirten sollen in dem Projekt zum Thema Herdenschutz aus- und weitergebildet werden. Zusätzlich entstehen in den drei Ländern 20 Herdenschutzkompetenzzentren. Darüber hinaus soll ein Netzwerk von 250 Freiwilligen entstehen, bei dem Tierhalter mit Pferden, Rindern, Schafen, Ziegen, Schweinen ganz praktische Unterstützung anfordern können. Mit dabei sind die Bioland Beratung GmbH (BBG) sowie der Bioland Landesverband Bayern.