KlimaTier

Klimaschutz durch Tierhaltung

Durch die Integration von Pflanzenbau und Tierhaltung in Gemischtbetrieben können Nährstoffkreisläufe, Klimawirkungen und weitere Umwelteffekte gegenüber spezialisierten Betrieben erheblich verbessert werden. Dazu müssen sich Tierhaltung und Pflanzenbau in einer für beide Produktionsbereiche und den Gesamtbetrieb vorteilhaften Art ergänzen. Dies wird erreicht durch

  1. eine optimale Ausnutzung der betrieblichen Ressourcen für die Produktion pflanzlicher und tierischer Lebensmittel bei minimaler Ressourcen- und insbesondere

  2. positive produktionsökologische Effekte der Tierhaltung im Sinne einer Verbesserung interner Stoffströme und

  3. die Förderung der Bindung von Kohlenstoff in Acker- und Grünlandböden durch Humusaufbau.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zu potenziellen Nachhaltigkeitsvorteilen von Gemischtbetrieben und produktionstechnisches Wissen zur klimaschonenden Gestaltung der Betriebe liegen bereits in großen Umfang vor. Hindernisse für die Anwendung und Umsetzung dieses Wissens bestehen vor allem im sozioökonomischen Bereich.

Mit dem Projekt KlimaTier wollen wir besonders klimafreundliche und zugleich produktive landwirtschaftliche Systeme identifizieren sowie ökonomische und soziale Erfolgsfaktoren und Hemmnisse für deren erfolgreiche Umsetzung herausarbeiten.

Der Untersuchungsschwerpunkt liegt auf ökologisch wirtschaftenden Gemischtbetrieben mit Milchvieh. Auf dieser Grundlage wollen wir gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben Strategien für eine Tierhaltung mit Mehrwert für den Klimaschutz im oben genannten Sinne entwickeln und die Ergebnisse für Betriebsentwicklung, Beratung, Politik und Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.