VerbraucherErzeugerPartnerKontakt

Gwendolyn Manek

Leitung Forschung und Entwicklung
Tel 06131 239 79 22
gwendolyn.manek@bioland.de
 

Tierhaltung

Die Haltung von Nutztieren stellt für den organisch-biologisch wirtschaftenden Betrieb ein wichtiges Bindeglied im Betriebskreislauf dar. Gemeinsam mit unseren Landwirten, der Fachberatung und Partnern aus der Wissenschaft kümmern wir uns in vielfältigen Projekten um spannende und aktuelle Fragen der Tierhaltung und angrenzenden Bereichen. Im Bereich Hühner beschäftigen wir uns aktuell mit dem Zweinutzungshuhn, als Alternative zu den sonst üblichen spezialisierten Herkünften. Weiterhin kümmern wir uns um Inwertsetzungsstrategien für leicht beschädigte oder verschmutzte Eier. Ein wichtiger Forschungszweig im Bereich Tierhaltung sind Fütterungsfragen, im Bereich 100 % ökologischer und regionaler Futtermittel. Der Anbau heimischer Leguminosen fördert Fruchtfolgen und liefert gleichzeitig wertvolles Eiweiß für Schweine und Geflügel. Im Bereich Rinder forschen wir an innovativen und regional angepassten Beweidungssystemen für Milchkuhbetriebe. Auch die Kleinwiederkäuer liegen uns am Herzen, hier beforschen wir zur Zeit innovative Weidestrategien.
 

Zweinutzungshuhnküken auf einer Hand

Öko2Huhn

Zweinutzungshühner im Ökolandbau – Zucht und Potentialermittlung geeigneter Herkünfte sowie Umsetzung in die Praxis

Das übergeordnete Ziel des Vorhabens ist es, den Ansatz der Zweinutzung von Hühnern im ökologischen Landbau weiterzuentwickeln. Die weitreichenden Probleme der einseitig ausgerichteten konventionellen Basiszucht bleiben nach wie vor bestehen. Um den verschiedenen Erzeugerstrukturen und Ansprüchen der Branche bestmöglich gerecht zu werden sollen in diesem Vorhaben Ansätze im Bereich ökologische Kreuzungszucht und der Zucht von Rassehühnern verfolgt werden. Immer im Fokus: eine mögliche Zweinutzung.
Die Tierzucht im Ökolandbau befindet sich noch im Aufbau. Bis heute nutzen die meisten ökologischen Betriebe Legehennen und Mastgeflügel, welche für den konventionellen Landbau und nicht speziell (wie laut EU Öko VO gefordert) an den ökologischen Landbau adaptiert sind. Unterschiedliche Haltungsumwelten beider Systeme stellen andere Ansprüche an das Huhn. Die Folge ist, dass konventionell gezüchtete Hühner schlechter auf Öko-Betrieben zurechtkommen. Aus diesem Grund ist eine unabhängige ökologische Züchtung mit angepassten Selektionsmerkmalen erforderlich. Eine praxisnahe Selektionsumwelt (Züchtung ohne Einzeltierkäfige, 100% Bio-Fütterung der Zuchttiere) spielt dabei eine entscheidende Rolle. Auf dieser Grundlage können durch kontinuierliche Zuchtarbeit robuste und für beide Produktionsrichtungen (Eier und Fleisch) geeignete Tiere selektiert und der Praxis zugänglich gemacht werden.

Mit Klick auf das Bild gelangen Sie zum Projekteintrag auf OrganicEprints. Dort sind Projektlaufzeit und Verbundpartner angegeben.

WinSchaZie

WeideInnovations Netzwerk Schaf/Ziege

Zielsetzung des WeideInnovationsNetzwerks Schaf/Ziege (WINSchaZie) ist es offene Fragen zur Weidehaltung in praxisnahen „Weidelaboren“ gemeinsam mit Landwirten, Beratern und Wissenschaftlern als Versuchsfragen zu formulieren und gemeinsam on-farm Daten zu erheben, um Antworten geben zu können und Wissenslücken zu füllen. Für die praktische Umsetzung stehen dafür innovative Methoden zum Parasitenmanagement, zur Tierwohlbewertung mittels Sensoren und der Bewertung der Nachhaltigkeit zur Verfügung, die nicht nur die notwendigen Daten liefern, sondern auch neue Werkzeuge gemeinsam mit den Praxisbetrieben erproben. Das geplante Projekt bündelt damit interdisziplinäre Forschungskapazitäten und Beratung zu kleinen Wiederkäuern und vernetzt diese mit innovativen Schaf- und Ziegenhaltern. Fünf Betriebe nehmen jeweils an den fünf Weidelabore teil. Diese bilden Schwerpunkte im Bereich Kurzrasenweide, optimierte Weide, Gehölzfutter, Kitzaufzucht und der Ackerbeweidung mit Schafen.

weiße und braune Eier

Inwertsezung Bio-Ei

Bio-Eier aus kleinen Produktionseinheiten – Aktuelle und alternative Verwertung nicht vermarktungsfähiger Eier

Schmutz- und Knickeier sowie Eier der Größenklasse S gelten als nicht vermarktungsfähig. Die Verwertung solcher unverkäuflichen Eier sind gerade für Hennenhalter mit nur wenigen Tieren eine Herausforderung. Die deutliche Zunahme von kleinen Legehennenbeständen in den letzten Jahren wirkt sich auf die Menge nicht vermarktungsfähiger Ware aus. Das Forschungsprojekt, an dem sich Bioland beteiligt, will Betrieben gezielt helfen individuelle Verwertungsstrategien zu finden. Mit Hilfe einer Onlineumfrage wurden deutschlandweit Strategien und Probleme von Hennenhaltern gesammelt, welche nun gebündelt, bewertet und anschließend Lösungsmöglichkeiten kommuniziert werden sollen. 
Das Projekt findet im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und anderer Formen nachhaltiger Landwirtschaft statt, welches durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gefördert wird. Die Projektlaufzeit endet am 30. September 2022.

https://ble-digital.pageflow.io/inwertsetzung-bioei

Schafe am Hang

LIFEstockProtect

Herdenschutz Österreich, Bayern und Südtirol

Schon immer war der Schutz von Nutztieren vor Raubtieren eine große Aufgabe für Tierhalterinnen. Während in den letzten Jahrzehnten vor allem Geflügelhalter Probleme mit Habicht, Fuchs und Co hatten, sind durch die Rückkehr der großen Beutegreifer die Herausforderungen in jüngster Vergangenheit gestiegen. Wenn die Anzahl der Wölfe im Alpenraum zunimmt, brauchen Schafe und Ziegen, Rinder, Pferde, Schweine und Geflügel besseren Schutz als bislang, auch wenn das steile Gelände und das extreme Wetter besondere Herausforderungen bedeutet. Dafür engagiert sich ab 2020 fünf Jahren lang das grenzübergreifendes Projekt für Herdenschutz, LIFEstockProtect.
Mit Fördergeldern aus dem EU-LIFE-Programm arbeiten 17 Vereinigungen an besseren Bedingungen für die Weidetierhaltung im Alpenraum. Geplant sind 180 Fortbildungen für verschiedene Zielgruppen: Mehr als 1.000 Landwirte, Tierhalterinnen, Herdenschutzberaterinnen und Hirten sollen in dem Projekt zum Thema Herdenschutz aus- und weitergebildet werden. Zusätzlich entstehen in den drei Ländern 20 Herdenschutzkompetenzzentren. Darüber hinaus soll ein Netzwerk von 250 Freiwilligen entstehen, bei dem Tierhalter mit Pferden, Rindern, Schafen, Ziegen, Schweinen ganz praktische Unterstützung anfordern können. Mit dabei sind die Bioland Beratung GmbH (BBG) sowie der Bioland Landesverband Bayern.
 

 GraizyDaiSy

GraizyDaiSy

Innovative and sustainable grazing-based dairy systems integrating cows and young stock

Das übergeordnete Ziel des Projektes ist es innovative, regional angepasste Beweidungssysteme für ökologisch wirtschaftende Milchkuhbetriebe im Südwesten Deutschlands zu entwickeln.
Gemeinsam mit der Universität Hohenheim und dem Demeter e.V. arbeitet Bioland an der Identifikation, der Umsetzung und der wissenschaftlichen Untersuchung innovativer Weidestrategien. Landwirt*innen, Berater*innen und Wissenschaftler*innen entwickeln gemeinsam die betriebsindividuellen Weidestrategien weiter.

 OK-Net EcoFeed

OK-Net EcoFeed

Organic Knowledge Network on Monogastric Animal Feed

Im Projekt OK-Net EcoFeed geht es darum, Landwirte, Züchter und die Futtermittelindustrie darin zu unterstützen, die 100% Biofütterung für Monogastrier umzusetzen. Um zum Ziel der 100% Biofütterung aus regionalen Quellen regionalen Futtermitteln bei Monogastriern beizutragen
Das Projekt führt die wissenschaftlichen und praktischen Kenntnisse zu diesem Thema zusammen. Geschaffen wird ein europäisches Netzwerk von Innovationsgruppen, um den Austausch zwischen Landwirten, Wirtschaftspartnern, Wissenschaftlern und Beratern und die gemeinsame Schaffung von Wissen zu erleichtern. Eine dieses Gruppen wird betreut vom Verbund Ökologische Praxisforschung (VÖP), hier arbeiten wir an Lösungen und führen Versuche vor Ort durch. Erkenntnisse werden auf der Wissensplattform (farmknowledge.org) gesammelt.

Weitere Forschungsthemen

Pflanzenbau
Beim Pflanzenbau forscht Bioland von A wie Ackerbohne bis Z wie Zierpflanze. Im Bereich Zierpflanzen und Topfkräuter forschen wir vor allem rund um die Frage, wie wir die Pflanzen… Weiter
Nachhaltigkeit
Eine Zukunftsaufgabe für Politik, Gesellschaft und Wissenschaft ist es, die Herausforderungen bei der nachhaltigen Ausgestaltung der Landwirtschaft anzugehen. Dabei geht es… Weiter