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Vorgesorgt bei Ertragsausfällen

Pflanzenbau, Politik27.07.26

Rheinland-Pfalz stärkt die Absicherung gegen Wetterrisken im Weinbau: Betriebe bekommen höhere Zuschüsse für die Ernteversicherung.

Eine Hand hält einen Weinstock in einem üppigen Weinberg nach einem Hagelereignis, mit Blick auf Hügel und einen bewölkten Himmel im Hintergrund.

Winzer:innen können das Ernterisiko durch eine kombinierte Hagel- und Forstversicherung mindern. (Foto: Imago)

Die rheinland-pfälzischen Winzerinnen und Winzer können in diesem Jahr von höheren Zuschüssen profitieren. Das Land unterstützt die Prämien für sogenannte Mehrgefahrenversicherungen weiterhin mit 50 Prozent. Zugleich erhöht es den Förderbetrag auf 250 Euro je Hektar versicherter Rebfläche.

„Extremwetterereignisse wie Frost, Hagel oder Starkregen treten immer häufiger auf und stellen viele Weinbaubetriebe vor große Herausforderungen. Deshalb wird eine gute Absicherung gegen Ertragsausfälle immer wichtiger“, sagte Weinbauministerin Christine Schneider. Gerade in der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage des Weinsektors will die Landesregierung Winzerinnen und Winzer dabei unterstützen, Risiken besser abzufedern und Betriebe zukunftsfest aufzustellen.

Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Versicherung mindestens die Risiken Hagel und Frost abdeckt. Die Versicherungsprämie sollte bis zum 30. September bezahlt sein und der zuständigen Kreisverwaltung alle Förderunterlagen vorliegen. Rheinland-Pfalz berücksichtigt höchstens die in der Weinbaukartei hinterlegte Rebfläche. Die Auszahlung der Förderung erfolgt im Frühjahr 2027.

Förderung ab 2028 noch offen

Die aktuelle EU-Förderperiode läuft Ende 2027 aus. Die Verhandlungen über die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union laufen. Wie eine Förderung von Ernteversicherungen in der neuen EU-Förderperiode aussieht, ist derzeit offen. Weinbaubetriebe sollten die noch unsicheren Förderbedingungen bei ihren Planungen für das Risikomanagement berücksichtigen.