Trockenheit prägt Ernte
Winterungen kamen vergleichsweise gut durch das Jahr, während Sommerungen unter Hitze und Trockenheit litten. Besonders Hafer, Körnerleguminosen und Mais bereiten vielen Betrieben Sorgen.

Trocken und staubig: So haben viele Bio-Landwirt:innen ihre Getreideflächen dieses Jahr geerntet. (Foto: Imago)
Die Bio-Getreideernte ist in vielen Regionen kleiner ausgefallen als in den Vorjahren. Von einer Missernte kann jedoch meist keine Rede sein. Die Trockenheit hat vor allem Sommerungen hart getroffen. Bundesweit gilt vor allem Hafer als Verlierer des Jahres. Die Hitze im Juni fiel in die Kornfüllungsphase, vielerorts blieben die Hektolitergewichte deutlich hinter den Erwartungen zurück. Teilweise haben die Partien nur Futterqualität erreicht. Auch Sommergerste enttäuschte in zahlreichen Regionen.
Positiver fällt die Bilanz beim Wintergetreide aus. Vor allem beim Weizen überraschten die Qualitäten. Viele Vermarkter berichten von guten Protein- und Feuchtkleberwerten sowie hohen Fallzahlen. Auch Roggen und Dinkel erwiesen sich als vergleichsweise stabile Kulturen. Die Erträge lagen meist im Durchschnitt oder leicht darunter, die Qualitäten bewerten die Erzeugergemeinschaften als positiv.
Sorgen bereiten dagegen Körnerleguminosen und Mais. Bei Erbsen und Ackerbohnen reichen die Rückmeldungen von durchschnittlichen bis hin zu sehr schwachen Ergebnissen. Beim Mais rechnen viele Betriebe mit deutlichen Mindererträgen. In einigen Regionen werden Bestände bereits siliert, weil die Kolbenentwicklung hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Der bundesweite Eindruck ist dennoch klar: Die Ernte 2026 war stark von Hitze und Trockenheit geprägt. Winterungen kamen mit den Bedingungen meist besser zurecht als Sommerungen.
Einen ausführlichen Bericht zur Getreideernte können Sie in der September-Ausgabe des bioland-Fachmagazins lesen.