Tomatenzüchtung sucht Betriebe
Stab- und Buschtomaten wachsen auch im Freiland. Neue Sorten sollen den Bio-Anbau stärken. Betriebe können die Sortenentwicklung unterstützen

Die Universität Kassel sucht Bio-Anbauer:innen, die neue Tomatensorten wie Resibella im Freiland testen. (Foto: Das Ökologische Freiland-Tomatenprojekt)
Die Universität Kassel züchtet Freilandtomaten für den Bio-Anbau. Das dazugehörige Projekt heißt „Ökologische Züchtung von Freiland-Tomaten für Frischmarkt und Verarbeitung“. Dazu sucht die Arbeitsgruppe Bio‑Betriebe, die neue Sorten in der Praxis testen. Gemüsebauern und Landwirt:innen können ihre Erfahrungen mit Stab‑ und Buschtomaten teilen und so die weitere Züchtung unterstützen.
Von 2024 bis 2028 prüfen die Züchter Sorten auf Ertrag, Qualität, Resistenzen und Trockenstress. Sie entwickeln außerdem besonders wasser- und nährstoffeffiziente Sorten, die sich gut zu Saft, Passata und Ketchup verarbeiten lassen.
Zunehmend wärmere Bedingungen begünstigen den Anbau auch außerhalb von Gunstlagen. Die Freilandproduktion spart im Vergleich zum geschützten Anbau unter Glas oder Folie Kosten und schont Ressourcen. Die Nachfrage nach dem Fruchtgemüse in Deutschland ist groß, fast der gesamte Bedarf wird importiert. Laut der Universität Kassel fehlen zudem genügend Jungpflanzenbetriebe, um den Erwerbs‑ und Hobbyanbau ausreichend zu versorgen.
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