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Studie untersucht Kita- und Schulverpflegung

Markt & Management25.09.26

Ein neues Forschungsprojekt soll die Qualität und Akzeptanz der Kita- und Schulverpflegung bundesweit erfassen. Die Ergebnisse sollen helfen, Angebote künftig gezielt weiterzuentwickeln.

Die Studie fragt, wann Kinder und Jugendliche die angebotenen Mahlzeiten tatsächlich annehmen (Foto: Burkhard Mucke, Wikimedia)

Wie die Verpflegung in Kitas und Schulen in Deutschland verbessert werden kann, untersucht das neue Forschungsprojekt „KiSMo – Kita- und Schulverpflegungsmonitoring“. Beteiligt sind die Hochschule Osnabrück, die Universität Konstanz und die Universität Göttingen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Faktoren darüber entscheiden, ob Kinder und Jugendliche die angebotenen Mahlzeiten tatsächlich annehmen. Dazu sollen bundesweit Schülerinnen und Schüler, Eltern, Kita- und Schulleitungen sowie Verpflegungsverantwortliche befragt werden. Neben der Qualität der Speisen werden unter anderem Kosten, Organisation und die jeweilige Ernährungsumgebung berücksichtigt.

„Kita- und Schulessen begleitet Millionen Kinder durch ihren Alltag. Umso wichtiger ist es, verlässlich zu wissen, was gut funktioniert und wo Verbesserungen nötig sind“, sagt Projektkoordinatorin Melanie Speck von der Hochschule Osnabrück.

Für belastbare Ergebnisse ist die Studie mehrstufig angelegt. Zunächst wird eine bundesweite Übersicht über Kitas, Träger und Schulen erstellt. Auf dieser Grundlage folgen Befragungen und vertiefende Untersuchungen in ausgewählten Einrichtungen. Dabei analysieren die Forschenden unter anderem Speisepläne, Rezepturen, Portionsgrößen sowie die Umsetzung der Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Neben der Ernährungsqualität spielen auch Nachhaltigkeitsaspekte eine Rolle. Langfristig soll aus den Ergebnissen ein standardisiertes Monitoring-Konzept entstehen, mit dem Kennzahlen zur Kita- und Schulverpflegung regelmäßig und vergleichbar erhoben werden können. Ziel ist, Politik und Praxis eine belastbare Datengrundlage für die Weiterentwicklung der Gemeinschaftsverpflegung zur Verfügung zu stellen.

Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gefördert und läuft bis August 2028.