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Strom zwischen den Reben

Pflanzenbau25.02.26

Auch für den Weinbau ist Agri‑Photovoltaik interessant. Anlagen schützen Reben und erzeugen nachhaltigen Strom.

Stehen im Weinberg zusätzliche Solarmodule, ist die Stromerzeugung eine zusätzliche Einkommensquelle. (Foto: Imago)

Die Weinberge am Oberrhein könnten künftig Strom liefern, denn dort startet das Projekt „Agri-PV: Photovoltaikmodule im Weinbau – Eine Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels“. Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz testet, wie Agri-Photovoltaik den Weinbau klimaresilienter machen kann und ob sich die Technik lohnt.

„Die Winzer sind zunehmend Frost, Hagel und Wetterextremen ausgesetzt, die sowohl die Produktion als auch das wirtschaftliche Gleichgewicht einer für den Oberrhein bedeutsamen Branche gefährden“, erklärte Dr. Andreas Kortekamp, Direktor des DLR Rheinpfalz. Sein Team montiert Solarmodule über oder zwischen den Reben. Die Module sollen laut Kortekamp doppelt helfen: Energie liefern und gleichzeitig das Mikroklima im Weinberg stabilisieren.

Sein Team sammelt Daten, um Leitfäden zu entwickeln. Sie informieren Winzer:innen darüber, wie sich Agri-PV auf Arbeitsabläufe, Ertrag und Qualität auswirkt. Über drei Jahre untersucht das DLR die Technik in Rheinland-Pfalz, in Baden-Württemberg und in der Schweiz.

Das Ziel ist laut Landwirtschaftsministerin Daniela Schmitt die Flächen doppelt zu nutzen – für hochwertige Weine und für erneuerbare Energie. „Das schafft zusätzliche Einkommensperspektiven, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe und treibt die Energiewende im ländlichen Raum voran“, betonte Schmitt.

Das Vorhaben wird mit rund 1,2 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Agri-Photovoltaik aus dem Weinberg | Bioland e.V.