Staat greift Betrieben unter die Arme
Ab Juni stellen Bundeslandwirtschaftsministerium und Landwirtschaftliche Rentenbank 200 Millionen Euro Liquiditätshilfe bereit.

Zinsvergünstigte Darlehen sollen Betrieben helfen, hohe Energie- und Betriebsmittelkosten abzufedern. (Foto: Imago)
Die angespannte Lage in der Golfregion sorgt für erhebliche wirtschaftliche Unsicherheit. Steigende Energiekosten treffen die Landwirtschaft unmittelbar – insbesondere über Agrardiesel und Düngemittel. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hat deshalb gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank ein Programm für Liquiditätshilfen für landwirtschaftliche Betriebe aufgesetzt. Vorgesehen ist ein Programmvolumen in Höhe von 200 Millionen Euro.
Betriebe sollen über verbilligte Darlehen kurzfristig Liquidität erhalten, um zusätzliche Belastungen durch höhere Kosten für Diesel und Dünger besser abfedern zu können. Die Darlehen sollen eine Laufzeit von drei Jahren haben und grundsätzlich auf 50.000 Euro je Betrieb begrenzt sein – ohne einen Nachweis zum Liquiditätsbedarf. Höhere Darlehensbeträge sind möglich, sie werden jeweils nach der bewirtschafteten Fläche bemessen. Die maximale Darlehenssumme ist auf 500.000 Euro pro Betrieb begrenzt. Start des Programms ist der 1. Juni.
Das Liquiditätshilfeprogramm ergänzt die bereits auf den Weg gebrachten Maßnahmen der Bundesregierung. Landwirtschaftliche Betriebe profitieren beispielsweise von der befristeten Senkung der Energiesteuer, mit der die Bundesregierung schnell auf die veränderte Lage reagiert hat. Daneben kann weiterhin die Agrardieselrückvergütung geltend gemacht werden.