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Rindervermarktung für Brandenburg

Tierhaltung, Markt & Management15.09.26

Rindermastbetriebe und Fleischverarbeiter im Nordosten bringt eine Vernetzungsplattform jetzt zusammen. Regional vernetzt lassen sich Kapazitäten ausbauen.

Eine Kuhherde grast auf einer grünen Wiese; im Hintergrund sind Bäume zu sehen, darüber spannt sich ein klarer Himmel.

Damit Rinder aus Brandenburg auf kurzem Weg zur Kundschaft in Berlin finden, braucht es eine regionale Vernetzung mit Schlachtkapazitäten. Dafür gibt es jetzt eine Internetplattform. (Foto: Landpixel)

In Berlin und dem westlichen Brandenburg besteht großes Absatzpotenzial für regionales Bio-Rindfleisch. Doch fehlt es gerade für ökologisch wirtschaftende Betriebe an regionalen Schlacht- und Zerlegekapazitäten. Auch mobile und teilmobile Schlachtmöglichkeiten gibt es bislang kaum. Damit vorhandene, potenzielle Partner einander leichter finden, stellt das BÖL-Projekt DigiOekoRegio nun im Internet eine Vernetzungsplattform bereit. Dort können Rindermastbetriebe und Fleischverarbeitungsbetriebe sich kostenlos präsentieren, um passende Partnerbetriebe zu finden.

Meist werden die Bio-Rinder aus Brandenburg in entfernten Regionen geschlachtet und veredelt. Die Folge sind lange Transporte und ein hoher logistischer Aufwand. „Gerade kleine und mittlere Rindermastbetriebe kämpfen mit dem Rückgang regionaler Schlachtkapazitäten und einem hohen organisatorischen Aufwand“, betont Maria Mundry, Geschäftsführerin beim Kreisbauernverband Ostprignitz-Ruppin.

Nach Schätzungen der Projektnehmer umfasst der Rindfleisch-Bedarf in Brandenburg und Berlin rund 57.000 Tonnen. Zur Bewertung der Wertschöpfungskette Rindfleisch haben sie vorab Brandenburg in die drei Modellregionen Nord-West, Ost und Süd in Brandenburg gegliedert und deren Verarbeitungskapazitäten ermittelt. Die Status-quo-Analyse ergab keine flächendeckende Verteilung und besonders in der Region Nord-West eine mangelhafte bis ungenügende Versorgung mit Schlachtstätten, zeigt der Abschlussbericht.

Mithilfe der Plattform wird eine effektivere Logistik und bessere Auslastung der bereits vorhandenen Schlachtkapazitäten angestrebt. Doch der Erfolg der digitalen Lösung sei darauf angewiesen, dass sich möglichst viele Betriebe beteiligen, so Mundry: „Je mehr Akteure der Wertschöpfungskette Fleischerzeugung sich auf der Plattform registrieren und diese aktiv nutzen, umso erfolgreicher kann der Austausch und Informationsfluss erfolgen.“

Bei dem von Maria Mundry geleiteten BÖL-Projekt haben der Landbauernverband Brandenburg mit der Frankenförder Forschungsgesellschaft mbH, der IFTA AG und dem Verein pro agro zusammengearbeitet.

Rindervermarktung Brandenburg: Neue Vernetzungsplattform | Bioland e.V.