Preisspiegel für Bio-Gemüse
Ein wöchentlicher Überblick sorgt für mehr Transparenz auf dem Bio-Gemüsemarkt. Er kann als Grundlage für die Preisbildung dienen.

Die Preisfindung fordert Direktvermarkter heraus. (Foto: Sonja Herpich)
Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (LWK) startet die Initiative Preisspiegel. Sie soll Direktvermarktern von Bio-Gemüse durch eine besser Markttransparenz bei der Preisbildung helfen. Beraterinnen und Berater erfassen dazu künftig die Preise der jeweils abgelaufenen Woche.
Große Preisspannen
Hintergrund ist die große Spanne an Preisen in der Direktvermarktung. Diese ergibt sich laut LWK aus der marktwirtschaftlich gewollten Freiheit der Betriebe. In der Praxis führt dies jedoch häufig zu Unsicherheiten bei der Preisgestaltung. Der geplante Preisspiegel soll hier Abhilfe schaffen und es ermöglichen, die eigenen Preise besser einzuordnen.
Beteiligung an Abfrage wichtig
Dafür erfasst eine digitale Abfrage Preise für Bio-Gemüse. Berater:innen werten sie aus und stellen sie zeitnah den teilnehmenden Bio-Betrieben in der darauffolgenden Woche zur Verfügung. Daten aus Verkaufsstellen ergänzt die LWK. So soll ein umfassendes Bild der aktuellen Marktsituation entstehen.
Entscheidend für die Aussagekraft des Preisspiegels ist eine breite Beteilung von Bio-Gärtner:innen. Die Öko-Gemüsebauberatung der LKW lädt alle Betriebe dazu ein mitzuwirken.