Öko-Regelungen gut angenommen
Auf 55 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche wenden Landwirtinnen und Landwirte Öko-Regelungen an. Deshalb fordert Bioland eine logische Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik für Umweltleistungen.

Extensiviertes Dauergrünland fördert die Öko-Regelung 4.
Die Gemeinsame EU-Agrarpolitik muss sich stärker daran ausrichten, wofür sie gesellschaftlich gebraucht wird, fordert Bioland. Aktuelle Zahlen unterstreichen wirksame Politikinstrumente. In Deutschland setzen Landwirt:innen inzwischen auf mehr als 55 Prozent der Fläche Öko-Regelungen um.
Bioland wertet dies als ein klares Signal, dass das Prinzip „öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“ richtig ist. Präsident Jan Plagge unterstreicht: „Die Bäuerinnen und Bauern sind bereit, Verantwortung für Umwelt, Klima und Biodiversität zu übernehmen – wenn die Leistungen angemessen honoriert werden. Genau diesen Weg müssen wir jetzt unbedingt weitergehen.“ Umso unverständlicher sei, dass die versprochenen Öko-Regelungen zur Weidehaltung und zur Förderung der Biodiversität nun doch nicht kommen sollen.
Mit Blick auf die GAP ab 2028 fordert der Verband ein hohes und weiterhin eigenständiges GAP-Budget. Die Gelder sollen auf die einkommenswirksame Honorierung konkreter gesellschaftlicher Leistungen fokussiert werden, nicht auf eine Erhöhung der Basisprämie. Zudem fordert Bioland ein ausreichend finanziertes Budget für Umweltleistungen im bisherigen Umfang sowie die Fortführung der vollständig von der EU finanzierten, bundesweit angebotenen Öko-Regelungen. Darüber hinaus müsse die GAP den Ökolandbau als höchste gesetzlich geregelte Form der nachhaltigen Landwirtschaft und als Premiumbeispiel für eine funktionierende, dauerhafte und gesamtbetriebliche Fördermaßnahme verankern.