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Nutzhanf schützt Vögel

Pflanzenbau23.10.26

Stehen gelassene Bestände bieten im Winter Nahrung und Schutz. Das zeigen erste Ergebnisse eines Forschungsprojektes.

Ein Bestand mit Nutzhanf.

Im Nutzhanf wurden 70 Vogelarten dokumentiert, 21 davon haben Nahrung oder Schutz gesucht oder in der Kultur gerastet. (Foto: Landpixel)

Nutzhanf kann für samenfressende Vogelarten wie Finken und Ammern attraktiv sein. In zunehmend strukturarmen Agrarlandschaften mangelt es Wildvögeln insbesondere im Winter an Nahrung und Rückzugsräumen. Stehen gelassene Nutzhanfbestände können daher einen wichtigen Beitrag zum Vogelschutz leisten. Zu dieser Annahme kommt das noch laufende Projekt „Nutzhanfanbau als innovative Vogelschutzmaßnahme“. Die bisherigen Untersuchungen zeigen, welche Vogelarten besonders durch den Nutzhanf profitieren.

Forschende dokumentierten in Nutzhanfbeständen insgesamt 2.176 einzelne Vogelbeobachtungen, 1.166 Artengruppen und 70 Arten. Auf den Untersuchungsflächen in Köln haben die Forscher:innen geschützte Arten, wie das Rebhuhn, den Bluthänfling, die Rohrammer, den Sumpfrohrsänger und das Schwarzkehlchen beobachtet. Auf den Referenzflächen haben sie 450 einzelne Vogelbeobachtungen erfasst.

Bei den Kartierungen haben die Forschenden zwischen nahrungssuchenden, rastenden, schutzsuchenden Vögeln oder Durchzüglern unterschieden. Sie wiesen darauf hin, dass sie auch vorüberfliegende Vogelschwärme erfasst haben und einzelne Individuen möglicherweise mehrfach gezählt worden sein könnten.

Die Bioland Stiftung, die Heinz Böker-Stiftung für Natur- und Tierschutz und die Landwirtschaftliche Rentenbank fördern das Projekt.