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Nüsse und Pilze als neuer Betriebszweig

Pflanzenbau, Markt & Management26.10.26

Wie sich neue Einkommensquellen etablieren lassen, zeigt ein Projekt der Universität Kassel. Im Mittelpunkt stehen Wissenstransfer, Praxisbeispiele, Exkursionen und Austausch.

Eine Gruppe von Menschen hat sich in einem üppig grünen Obstgarten versammelt; sie unterhalten sich und machen sich Notizen. Die Szene ist ruhig und spielt sich im Freien ab.

Besichtigung der Walnuss-Anlage von Obsthof Stirm in Rielingshausen. (Foto: Thorsten Michaelis)

Das Projekt „Nüsse, Pilze, Wissenstransfer“ der Universität Kassel bietet bis Ende 2027 Veranstaltungen zur Erzeugung von Edelpilzen, Hasel- und Walnüssen an. Es gibt Fachtagungen, Exkursionen zu Betrieben in Nachbarländern, Online-Seminare und Newsletter. „Uns ist es wichtig, den Betrieben Informationen aus erster Hand zu bieten, Vernetzung zu fördern und Chancen und Risiken transparent darzustellen“, sagt Thorsten Michaelis vom Projektteam. Der Austausch bietet Entscheidungshilfe für oder auch gegen einen neuen Betriebszweig und Impulse für die Optimierung des eigenen Anbaus.

Ab dem 5. November starten Online-Vorträge zur Edelpilzerzeugung, den verschiedenen Arten, ihrem Anbau und zur Vermarktung. Ergänzend finden Betriebsbesuche und Praxisseminare in verschiedenen Regionen statt. Sie geben Einblicke in unterschiedliche Konzepte, vom Startup bis zum umgebauten Schweinestall.

Auch für den Nussanbau sind Veranstaltungen geplant: Im Februar und März 2027 findet eine Fachtagung zu Hasel- und Walnüssen statt, mit aktuellen Fachinformationen und Vernetzungsmöglichkeiten. Feldtage in verschiedenen Regionen zeigen den Nussanbau im Jahresverlauf. Auslandsexkursionen ermöglichen Einblicke in Anbauländer, in denen die Nüsse bereits einen größeren Stellenwert besitzen. Der Wissenstransfer gelingt durch die intensive Zusammenarbeit mit engagierten Betrieben, Beratenden, Vernetzungsakteuren und Kooperationspartnern. Dazu zählen die Walnussmeisterei und IG Nuss, Neue Obstsorten und Beratung sowie Bioland-Berater Tobias Hoppe. Weitere Partner sind Regenerative und Soziale Landwirtschaft und SilvoCultura.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) fördert das Projekt „Nüsse, Pilze, Wissenstransfer“.

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