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Merkblatt zur Bekämpfung von Erdmandelgras

Pflanzenbau27.01.26

Ein neues Merkblatt vom FiBL und ein begleitendes Video fassen aktuelle Erkenntnisse zur mechanischen Bekämpfung des Erdmandelgrases zusammen. Am besten wirkt bisher eine Schwarzbrache.

Erdmandelgras breitet sich schnell über unterirdische Knollen aus. Das macht es herausfordernd, es zu bekämpfen.

Die wirksamste Maßnahme gegen das hartnäckige Erdmandelgras ist eine Schwarzbrache. Das hat das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) gemeinsam mit Partnern in mehrjährigen Praxisversuchen herausgefunden. Zwischen Mitte Mai und September haben die Forscherinnen und Forscher den Boden wiederholt bearbeitet, sodass junge Pflanzen absterben, bevor sie neue Knöllchen bilden, die sich unterirdisch ausbreiten. Zugleich fördert die intensive Bearbeitung die Keimung der noch im Boden schlummernden Knöllchen. Langfristig erschöpft das den Vorrat der Pflanze. Das FiBL fasst diese Erkenntnisse aus der Forschung nun in einem neuen Merkblatt und einem begleitenden Video zusammen. Die Fachleute betonen, dass keine einzelne Maßnahme das Erdmandelgras vollständig beseitigt und nur eine Kombination von Methoden Erfolg verspricht. Dennoch sticht die Schwarzbrache als zentrale Strategie hervor.

Seit Jahren breitet sich das invasiv wachsende Erdmandelgras, begünstigt durch den Klimawandel immer weiter aus. Es vermehrt sich über kleine Wurzelknöllchen und verursacht besonders in Sommerkulturen erhebliche Ertragseinbußen. Verschleppt wird es oft durch Erdaushub oder überbetrieblichen Maschineneinsatz. Das neue Merkblatt liefert eine praxisnahe Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Schwarzbrache und ordnet weitere herbizidfreie Maßnahmen ein. Entwickelt wurden beide Publikationen von Expert:innen von FiBL, Agroscope, HAFL, Bio Suisse, der Fachstelle Pflanzenschutz des Kantons Bern und der Klaus Büchel Anstalt. Finanziert wurde das Projekt von Bio Suisse und dem Amt für Umwelt des Fürstentums Liechtenstein

Merkblatt zur Bekämpfung von Erdmandelgras | Bioland e.V.