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Mehr Humus im Gemüsebau

Pflanzenbau25.02.25

Modellvorhaben sucht Praxisbetriebe

Im Rahmen des Projekts „HumusFürGemüse“ spielen die Ergebnisse von Bodenanalysen eine wichtige Rolle für das weitere Vorgehen. (Foto: Felix Meyer, LfULG)

Wie kann man Humus im Gemüsebau erhalten und aufbauen? Mit dieser Frage beschäftigen sich Projektpartner:innen im bundesweiten Modelvorhaben „Optimierung des Humusmanagements im Freilandgemüsebau“ (kurz HumusFürGemüse). Das Projekt startete im vergangenen Herbst in fünf Modellregionen Deutschlands. Derzeit beteiligen sich 22 Gemüsebaubetriebe, davon wirtschaften rund die Hälfte ökologisch. Weitere Praxispartner werden gesucht.

HumusFürGemüse ist eines von vier BMEL-geförderten Vorhaben im Rahmen der „HumusAllianz“. Das Team aus Wissenschaft, Beratung und Praxis bespricht betriebsindividuelle humusfördernde Schritte und plant deren Umsetzung in der gartenbaulichen Praxis. Bodenanalysen sorgen dafür, dass die Maßnahmen auf die jeweiligen Standorte und Kulturen zugeschnitten werden. Im Februar haben die Projektpartner die ersten Bodenproben gezogen.

Möglichst viele Gartenbaubetriebe sollen vom Modellvorhaben profitieren. Die Regionalbetreuer:innen planen in den kommenden fünf Projektjahren Feldtage auf den teilnehmenden Betrieben und regionale Workshops. Außerdem wollen sich alle beteiligten Praxispartner untereinander vernetzen.

HumusFürGemüse wird vom Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) koordiniert und wissenschaftlich durch das Julius Kühn-Institut und das Thünen-Institut begleitet. In den fünf Regionen begleiten und unterstützen Regionalbetreuer:innen der Landesversuchsanstalten die beteiligten Betriebe: Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (Mitte), Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (Süden), Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (Osten), Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (Norden) und Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz (Westen).

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