Marktkonzentration bei Geflügel
Global dominieren drei große Unternehmen die spezialisierte Geflügelzucht. Die Alternative der Öko-Branche ist das Zweinutzungshuhn.

Zweinutzungshühner sind das Angebot der Ökologischen Tierzucht als Alternative zu reinen Legerassen oder Masthähnchen. (Foto: Eva Wolff)
Die weltweite Geflügelzuchtbranche wird von drei großen Akteuren und deren Tochtergesellschaften dominiert. Konsolidierungswellen haben den Wettbewerb und das Zuchtmaterial eingeschränkt, beschreibt ein Kenner der niederländischen Geflügelbranche im niederländischen Agrarmagazin Boerderij: Ein einziges Unternehmen bietet Mastgenetik, zwei Unternehmen liefern Legetypen. Top agrar online präsentiert den Sachverhalt in deutscher Sprache - für zahlende Leser:innen.
Im Beitrag der Boerderij betrachtet Alex Janssen, Vertriebsleiter in der Legehennenbranche, die Entwicklungen in der Masthähnchenzucht kritisch. „Es mangelt an Wettbewerb. Ich hoffe, dass wir uns in der Legehennenbranche nicht in dieselbe Richtung bewegen.“
Initiiert von Unternehmen der Bio-Branche stellt die Ökologische Tierzucht (ÖTZ) Zweinutzungshühner der Spezialisierung entgegen. Nach Coffee und Cream gibt es seit Januar auch die Chili mit verbesserter Legeleistung. In der Oktober-Ausgabe des Bioland-Fachmagazins erscheint ein Gastkommentar von ÖTZ-Geschäftsführerin Inga Günther-Bender. Sie erinnert daran, dass die In-Ovo-Selektion an den Grundwerten der Bio-Branche rüttelt. Doch sagt sie auch: „Die Ökologische Tierzucht wird es auch dann noch geben, wenn weitere Verbände die In-Ovo-Selektion zulassen. Die ÖTZ, das Zweinutzungshuhn und In-Ovo-Methoden können durchaus nebeneinander existieren und schließen sich gegenseitig nicht zwingend aus.“