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Kritischer Agrarbericht vorgestellt

Politik24.01.26

Kritischer Agrarbericht 2026 zu „Wandel und Widerstand“ zeigt Konflikte der Agrarwende – von Ökolandbau bis Agrarpolitik.

Vertreterinnen Vertreter von Verbänden präsentierten den Kritischen Agrarbericht in Berlin. (Foto: Niklas Wawrzyniak)

Das Agrarbündnis hat den Kritischen Agrarbericht 2026 zur Grünen Woche vorgestellt. Den Titel „Wandel und Widerstand“ haben die Herausgeber gewählt, weil die Agrar- und Ernährungswende starken Gegenwind erfährt – wenn nicht gar eine komplette Abkehr von innovativen, sozial- und umweltverträglichen Ansätzen. Dr. Karin Jürgens, Geschäftsführerin des Agrarbündnisses, sagte bei der Vorstellung in Berlin, der Widerstand habe zwei Seiten: „Er wurde lange denen zugeschrieben, die für Wandel gekämpft haben, heute aber denjenigen, die den Wandel verhindern wollen.“ In der Agrar- und Ernährungspolitik gehe es nicht um Einzelmaßnahmen, sondern um einen Richtungsentscheid – Gemeinwohlleistungen müssten anerkannt werden und faire Regeln für Boden und Märkte geschaffen werden.

Moderator der Zukunftskommission Landwirtschaft Peter Strohschneider erläutert im aktuellen Kritischen Agrarbericht, warum es jetzt entscheidend ist, mehr Komplexität zu wagen. Carolin Pagel von Bioland und Markus Nürnberger von Naturland widmen sich dem Ökolandbau. Sie beschreiben die verschiedenen gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Spannungsfelder, in denen der ökologische Landbau sich zu bewähren hat – gegenüber der konventionellen Konkurrenz, aber auch nach innen. In insgesamt 13 Kapiteln erörtern Autorinnen und Autoren die großen Fragen der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Kritischer Agrarbericht vorgestellt | Bioland e.V.