Japankäfer breitet sich aus
Der gefräßige Schädling befällt über 400 Pflanzenarten und vermehrt sich massenhaft. Er ist in der EU quarantäne- und meldepflichtig.

Der Japankäfer ist zwischen acht bis zwölf Millimetern groß und leicht mit anderen Käferarten zu verwechseln. (Foto: Olaf Zimmermann, LTZ Augustenberg)
Der Japankäfer (Popilla japonica) gilt aufgrund seines hohen Schadpotenzials in der EU als quarantäne- und meldepflichtig. Ein Notfallplan des Julius-Kühn-Instituts nennt die erforderlichen Maßnahmen, wenn der Verdacht besteht oder nachgewiesen ist, dass man das Schadinsekt gefunden hat. Beim Verdacht auf einen Befall sollte der zuständige Pflanzenschutzdienst des jeweiligen Bundeslandes informiert werden.
Der Schädling befällt etwa 400 Pflanzenarten, darunter Mais, Grünland sowie Sonder- und Spezialkulturen. Dazu zählen der Gemüse-, Obst- und Weinbau, Rollrasenbetriebe und Baumschulen. Die adulten Tiere fressen die Blätter kahl, häufig bleiben die Blattadern und der Stängel (Skelettierfraß) übrig.
Auch vor Blüten und Früchten macht der Japankäfer nicht halt. Die im Boden lebenden Larven (Engerlinge) ernähren sich von Pflanzenwurzeln. Vor allem Rollrasen und Grünland tragen erhebliche Schäden davon. Auf feuchte Rasen- und Wiesenflächen legen die adulten Weibchen bevorzugt ihre Eier. Die Käfer vermehren sich massenhaft und gelten als populationsstark. Die Flugzeit reicht von Juni bis September.
Der Käfer ist acht bis zwölf Millimetern groß und ähnelt in Form und Größe einer Kaffeebohne. Optisch ist er leicht mit dem Rosenkäfer oder dem heimischen Gartenlaubkäfer zu verwechseln. Geübte Augen erkennen den Schädling an zwei weißen Haarbüscheln am Hinterleib und fünf weiteren Haarbüscheln an der Seite. Kopf und Halsschild sind metallisch grün, die Flügeldecken sind braun gefärbt.
Bereits in Baden-Württemberg und im hessischen Trebur, Landkreis Groß-Gerau, gab es im Jahr 2025 amtlich bestätigte Funde von Käfer-Populationen. Auch in Bayern gab es laut den Überwachungsdiensten Funde.