Hilfe gegen Ackerfuchsschwanz
Das Pflanzenschutzmittel Luxinum erhält für den Herbst eine Notfallzulassung zur Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz in Winterweichweizen. Der neue Podcast von Bioland zeigt, wie sich Ackerfuchsschwanz auch mit anderen Maßnahmen bekämpfen lasst.
Ackerfuchsschwanz wächst im Bestand über das Getreide hinaus und klaut Licht sowie Nährstoffe. (Foto: Landpixel)
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat für das Herbizid Luxinum von BASF eine Notfallzulassung für den Einsatz in Winterweichweizen erteilt. Das Mittel darf seit dem 1. September bis 29. Dezember 2026 auf bis zu 400.000 Hektar Winterweichweizen zur Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz vermarktet und angewendet werden.
Die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanzes gilt im Getreidebau vieler Regionen als große Herausforderung. Nach Angaben von BASF können starke Befälle Ertragsverluste von 30 bis 50 Prozent verursachen. In Einzelfällen seien sogar Totalausfälle möglich. Als Ursachen für die zunehmenden Probleme nennen Fachleute unter anderem die hohe Vermehrungsrate des Ungrases, enge Fruchtfolgen mit hohem Wintergetreideanteil sowie die zunehmende Entwicklung von Herbizidresistenzen. Eine einzelne Ähre kann demnach bis zu 150 Samen bilden, die mehrere Jahre im Boden keimfähig bleiben.
Wie sich Ackerfuchsschwanz im Ökolandbau bekämpfen lässt, ist ein wichtiges Thema der zweite Folge des neuen offiziellen Bioland-Podcast "Auf gutem Grund - Bio.Praxis.Wissen." Zwei Bioland-Ackerbauberater und ein Bioland-Landwirt berichten von Ihren Erfahrungen mit dem Ungras und, dass er sich durch Maßnahmen in der Fruchtfolge oder den Anbau von Sommerungen gut in den Griff kriegen lässt.
Der Podcast wird unterschiedliche Themenbereiche behandeln und mit erfahrenen Personen aus der Bio-Branche als Gesprächspartnern tiefe Einblicke vermitteln. Von Erzeugung und Verarbeitung bis zu Vermarktung, Handel und Gastronomie greift er Themen auf, die Betriebe im Arbeitsalltag weiterbringen.
Auch für Umstellungsinteressierte bietet der Podcast wertvolle Einblicke. Praxisbeispiele, Fachwissen und persönliche Perspektiven zeigen, wie Bio erfolgreich umgesetzt wird.