Gewächshaus digital im Blick
Sensortöpfe erkennen Schädlinge und messen Klimadaten. Sie lassen sich leicht an wechselnden Standorten einsetzen.

Geformt wie ein Blumentopf lässt sich der Smart-Checkpot einfach im Gewächshaus einsetzten und erkennt bereits vier Schaderregergruppen. (Foto: Niklas Wawrzyniak, Hochschule Osnabrück).
Ein Blumentopf, der voller Sensoren und intelligenter Technik steckt, ermöglicht es das Gewächshaus aus der Ferne im Blick zu haben. Dieser Smart-Checkpot erfasst Schädlinge und misst die Temperatur sowie Feuchtigkeit im Gewächshaus. Die gewonnen Daten sollen Gärtner:innen bei ihrer Arbeit unterstützen und künftig über ein webbasiertes Programm bereitstehen, berichten die Entwickler:innen der Hochschule Osnabrück.
Gelbtafeln fangen Schädlinge, um sie frühzeitig zu überwachen. Eine KI-basierte Bildauswertung bestimmt die Arten. Der Sensortopf erkennt bereits rund 80 Prozent der Insekten innerhalb der jeweiligen Insektenklassen und identifiziert derzeit vier Schaderregergruppen. Künftig soll das System lernen weitere Schädlinge zu erkennen. Aufnahmen während der Nacht sollen helfen, Fehler bei der Bilderkennung durch ungünstige Sonneneinstrahlung zu vermeiden.
Dank seiner Form als Blumentopf können Gärtner:innen den Sensortopf im Gewächshaus oder an andere benötigte Standorte platzieren. Damit können sie mikroklimatische Bedingungen und unterschiedliche Schädlingsvorkommen konstant erfassen, so die Entwickler:innen.
Den Sensortopf entwickelte die Hochschule Osnabrück zusammen mit der Escarda Technologies GmbH, dem GeoInformationsDienst GmbH, der iotec GmbH, dem Julius-Kühn-Institut und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Das Projekt wurde vom Innovationsprogramm des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert und von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) betreut.