Gemüsebau mit Rekordernten
Bio-Betriebe steigerten 2025 Fläche und Ernte deutlich: Öko-Flächen haben kräftig zugelegt, Rekordmengen erhöhen den Bio-Anteil wichtiger Gemüsearten.

Betsehende Bio-Betriebe haben mehr Gemüse angebaut und neue sind eingestiegen. (Foto: Sonja Herpich)
Deutschlands Gemüseanbauer:innen haben 2025 eine Rekordernte eingefahren. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) stieg die Erntemenge gegenüber dem Vorjahr um mehr als 8 Prozent auf 4,5 Mio. t – ein Plus von über 13 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024. Seit Beginn der Zeitreihe 1990 wurde damit der höchste Wert erreicht.
Bio-Anbau wächst zweistellig
Der ökologische Gemüsebau hat 2025 erneut stark zugelegt. 16 Prozent der gesamten Gemüsefläche wurden ökologisch bewirtschaftet. Die Bio-Fläche wuchs um 6,4 Prozent auf 20.600 ha. Auch die Erntemengen zogen deutlich an: Mit 597.000 t lag die Bio-Ernte 12,6 Prozent über dem Vorjahreswert.
Was die Ergebnisse 2025 für den Bio-Gemüsemarkt 2026 bedeuten, analysiert Marktkennerin Almuth Eberhard von der Erzeugergemeinschaft VGS Bioland SH im bioland-Fachmagazin 4/2026.
Besonders große Bio-Anbauflächen gab es bei:
• Karotten: 3.340 ha, Speisekürbis: 2.200 ha, Zwiebeln: 2.150 ha, Rote Bete: 1.790 ha
Hohe Bio-Anteile an der gesamten deutschen Produktion erreichten:
• Rote Bete: 48,7 Prozent, Speisekürbis: 35,6 Prozent, Zucchini: 34,9 Prozent, Frischerbsen: 30,5 Prozent
Mehr Höfe, größere Flächen
Insgesamt 5.960 Betriebe bauten 2025 in Deutschland Gemüse an – konventionell oder ökologisch. Die gesamte Anbaufläche wuchs um 3,9 Prozent auf 131.700 ha.
Davon entfielen:
• 130.400 ha auf den Freilandanbau (+3,9 %) und 1.250 ha auf den geschützten Anbau (+0,8 %).
Im Bio-Gemüsebau lag der Anteil der Flächen unter hohen Schutzabdeckungen bei 24 Prozent. Die Erntemenge aus diesem Segment betrug 33.800 t – das entspricht 15,4 Prozent der gesamten Bio-Gemüseernte.