Gemeinsam Biodiversität fördern
Kooperationen könnten Agrar- und Umweltmaßnahmen voranbringen. Das Thünen-Institut befragt dazu Praktiker:innen in einer anonymen Umfrage.

Zusammen können Landwirte und Landwirtinnen Naturschutz wirkungsvoller gestalten. (Foto: Bioland Archiv)
Wer mit dem Nachbarbetrieb zusammenarbeitet, kann mehr für den Naturschutz erreichen. Das Thünen-Institut erforscht mit einer anonymen Umfrage bis zum 15. Juli, ob sich Praktiker:innen solche Kooperationen vorstellen können, was sie motiviert und wo sie Hürden sehen. Die Ergebnisse sollen in Empfehlungen für politische Entscheidungen einfließen.
In Naturschutz-Kooperativen stimmen mehrere Betriebe ihre Maßnahmen über Betriebsgrenzen hinweg ab und setzen sie gemeinsam um. Jeder Betrieb wirtschaftet weiterhin eigenständig auf seinen Flächen. Oft koordiniert eine zentrale Stelle die Zusammenarbeit: Sie vernetzt die Betriebe und unterstützt, Maßnahmen auszuwählen und sie umzusetzen. Die zentrale Stelle übernimmt oder begleitet die Antragsstellung und stimmt Prozesse mit Behörden sowie Verwaltungen ab.
Das Verbundprojekt „Modellhafte Erprobung von Naturschutz-Kooperativen in verschiedenen Agrarlandschaften Deutschlands nach dem niederländischen Ansatz“ (MoNaKo) testet solche Modelle derzeit in vier Bundesländern. Der Deutsche Bauernverband leitet das Projekt gemeinsam mit den Kulturlandschaftsstiftungen in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie dem Landesbauernverband Brandenburg. Das Thünen-Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen begleitet das Vorhaben wissenschaftlich und wertet die Umfrage sozioökonomisch aus.