Förderung für Stallumbau voll nachgefragt
Betriebe haben Anträge über 250 Mio. Euro für den Stallumbau eingereicht. Bis 31. März können Gelder für laufende Mehrkosten beantragt werden.

Tierhaltende Betriebe brauchen verlässliche Perspektiven, um in die Zukunft und in Tierwohl investieren zu können. (Foto: Imago)
Für den Stallumbau haben viele Betriebe Gelder im Rahmen des Bundesprogramms Umbau der Tierhaltung (BUT) beantragt. Die Nachfrage nach investiver Förderung und Förderung der laufenden Mehrkosten war zum Stichtag am 9. Januar hoch. Dies geht aus einer Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion an die Bundesregierung zu den bisherigen Antragszahlen und beantragten Fördermitteln hervor.
Betriebe haben 345 Anträge auf investive Förderung gestellt, insgesamt in einer Höhe von 250,7 Mio. Euro. Bewilligt wurden bislang 226 Anträge zu insgesamt 147,5 Mio. Euro, 52,2 Mio. Euro seien bereits ausgezahlt.
„Die Nachfrage entspricht damit zu 100 Prozent den eingeplanten Mitteln“, kommentierte Grünen-Sprecherin Ophelia Nick. Der Haushalt sah 100 Mio. Euro im Jahr 2024 und 150 Mio. Euro im Jahr 2025 vor. Die Zahlen sprächen weiterhin für sich, so Nick. „Das Bundesprogramm zum Umbau der Tierhaltung ist ein Erfolg. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer muss jetzt einlenken und die bundeseinheitliche Förderung fortsetzen.“
Zur Förderung der laufenden Mehrkosten sind im gleichen Zeitraum 428 Anträge eingegangen. Die im Jahr 2025 für das Haltungsjahr 2024 bewilligten und ausgezahlten Zuwendungen belaufen sich auf 4,6 Mio. Euro. Anträge für laufende Mehrkosten für das Haltungsjahr 2025 können Betriebe noch bis zum 31. März 2026 stellen. Die BLE entscheidet dann bis zum 31. Dezember des Auszahlungsjahres über die Förderung.
Das Bundesprogramm Umbau der Tierhaltung hatte die Vorgängerregierung aus SPD und Grünen mit dem Ziel aufgesetzt, am Markt nicht honorierte Mehrarbeit für Tierwohl finanziell anzuerkennen. Das Programm hat Bundesagrarminister Alois Rainer kurzfristig gestrichen. Einen neuen Vorschlag einer bundeseinheitlichen Förderung des Umbaus der Tierhaltung hat er bislang nicht gemacht. „Die Politik muss die Betriebe beim Umbau der Tierhaltung aber nicht nur finanziell unterstützen. Sie muss auch Planungssicherheit gewährleisten“, fordert Nick.